Siegerehrung

Die besten Energiesparer der Region

Auf dem Foto von links: Bürgermeistern Eva Bönig, Johanna Sticksel (Treffpunkt Ehrenamt), Andreas Voigt (Geschäftsführer der Freisinger Stadtwerke Versorgungs-GmbH), daneben: Manfred Reuß (Arbeitskreissprecher, Agenda 21),  Mitte hinten: Dr. Jürgen Maguhn (Werkreferent). Alle anderen: Die Preisträgerinnen und Preisträger der Energieolympiade 2014. Erster Preisträger der Kategorie relative Einsparung: Ehepaar Marterer (7. und 8. von rechts). Erster Preisträger der Kategorie absoluter Verbrauch: Johann Hack mit Lebensgefährtin (vorderste Reihe 2. und 3. von links)

Bei der Preisverleihung der fünften Freisinger Energieolympiade sprach Bürgermeisterin Eva Bönig einen Appell aus. Sie bat alle, die Idee des Energiesparens weiterzutragen, sie an Freunde und Verwandte weiterzugeben und dafür zu werben. Sie dankte dem Arbeitskreis der Agenda 21 für die Initiative zur Energieolympiade und den Freisinger Stadtwerken für die organisatorische Unterstützung und Finanzierung des Projektes. Wie jedes Jahr seit Start der Energieolympiade vor fünf Jahren ging es darum, den Freisinger Haushalt zu finden, der in den letzten drei Jahren die höchste Energieeinsparung bzw. einen besonders niedrigen Stromverbrauch vorweisen konnte.

Ziel des Projektes ist, private Haushalte zum bewussten und damit zum effizienten Umgang mit Energie, speziell mit Strom, anzuregen. Den ersten Platz in der Kategorie Einsparung belegt das Ehepaar Marterer. Es konnte seinen Stromverbrauch in den letzten drei Jahren um 42 Prozent reduzieren. Hierzu hatte eine ganze Reihe von kleinen Maßnahmen ausgereicht. So wird bei Marterers wenig gebügelt, ausgeschaltete Geräte werden vom Netz getrennt, Standby-Betrieb dadurch vermieden. Wenn niemand im Zimmer ist, wird das Licht ausgeschaltet. Der Kühlschrank steht so, dass eine gute Luftzirkulation sichergestellt ist. Sascha Marterer betonte, dass Strom „eine edle Energieform ist. Es ist so aufwändig, ihn herzustellen.“ Durch diese Erkenntnis kam er zu einem bewussten Umgang mit Strom. In der Kategorie Verbrauch siegte das Ehepaar Hack mit einem rekordverdächtigen Stromverbrauch von 216 Kilowattstunden pro Person und Jahr. Das Ehepaar Hack verzichtet auf einige Elektrogeräte, die in anderen Haushalten üblich sind. Die vorhandenen Geräte werden sparsam und effizient eingesetzt. Johann Hack ist jedenfalls überrascht über den ersten Preis. „Mir geht zu Hause nichts ab.“ Andreas Voigt, Geschäftsführer der Freisinger Stadtwerke, zeigte sich beeindruckt von den hervorragenden Ergebnissen der Teilnehmer. Das Thema Stromeffizienz sei auch für die Stadtwerke interessant, und nicht nur als Stromversorger. Auch als Wasserversorger oder als Betreiber von Parkhäusern kann das Stadtwerk beispielsweise etwas dafür tun, den Stromverbrauch zu senken und damit Kosten zu sparen. „Wo Pumpen laufen, wird auch viel Strom verbraucht. Hier kann man auch viel einsparen.“ Manfred Reuß, Sprecher der Agenda21-Projektgruppe Energie & Klimaschutz, konnte anhand von Vergleichszahlen aufzeigen, dass „die Teilnehmer der Energieolympiade durch die Bank im Vergleich zum Bundesdurchschnitt sehr gut gelegen haben.“ Hier lagen die Ein- und Zwei-Personenhaushalte lagen gerade einmal bei 59 beziehungsweise 53 Prozent, die mit drei Personen bei 61 Prozent und die Familien mit vier und fünf Personen bei 67 beziehungsweise 64 Prozent der Bundesdurchschnittswerte. Er wies auch nochmals ausdrücklich auf die umfangreichen Informationen und Broschüren hin, die man im Internet unter dem Suchbegriff „Stromsparen“ findet. Stadtrat Dr. Jürgen Maguhn, Werkreferent der Stadtwerke, lobte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ihre Leistung, die heutzutage keinesfalls selbstverständlich sei. „Wir alle wissen, dass die Klimaerwärmung aufgehalten werden muss.“ Technische Lösungen allein, wie erneuerbare Energien reichten hierfür nicht aus. Das Wichtigste sei, Energie einzusparen. „Energiesparen läuft dem Zeitgeist entgegen. Mit ihrem Verzicht sind die Teilnehmer der Energieolympiade die Avantgarde der Energiewende.“ Er wünschte sich, dass möglichst viele Freisinger bei der nächsten Energieolympiade mitmachen. Dass diese kommt, steht schon fest. Der Arbeitskreis der Agenda21 und die Stadtwerke kündigten an, die Energieolympiade auch 2015 wieder durchführen zu wollen. Informationen hierzu gibt es demnächst bei der Stadt und den Freisinger Stadtwerken.

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