Aufruf an die Gastronomie und Hotelerie

Auf dem Weg zur fairen Metropolregion

In Freising erreichen Aktionen wie die Kampagne „Faire Bälle – Fair Play – Fair Pay“ 2018/19 eine breite Öffentlichkeit.

Seit 29. Juni 2011 engagiert sich Freising als Fairtrade-Stadt aktiv für den Fairen Handel und Aktionen wie die Kampagne „Faire Bälle – Fair Play – Fair Pay“ erreichen eine breite Öffentlichkeit. Aktuell soll die Metropolregion München begleitet und unterstützt werden.

Ganz wichtig dabei ist aktuell insbesondere das Benennen lokaler und regionaler Hotel- und Gastronomiebetriebe, die bereits faire Produkte verwenden und sich offiziell listen lassen möchten – Meldungen sind möglich bei der Fairtrade-Stadt Freising!

In Freising erreichen Aktionen wie die Kampagne „Faire Bälle – Fair Play – Fair Pay“ 2018/19, das Engagement für ein Lieferkettengesetz mit der Nikolaus-Aktion oder die jährlich stattfindende Faire Woche eine breite Öffentlichkeit. Mit der Ernennung des Camerloher-Gymnasiums  (kurz vor den Sommerferien 2013) und dann der  Staatlichen Realschule „Gute Änger“ (Mai 2018) sowie des  Josef-Hofmiller-Gymnasiums (Dezember 2018) zu „Fairtrade-Schools“ wurde deutlich, dass sich in Freising gerade auch junge Menschen stark mit dem Fairtrade-Gedanken identifizieren.

Global denken - lokal handeln

Trotz der Corona-Beschränkungen arbeitet auch das „Faire Forum“, eine Projektgruppe im lebendigen Agenda21- und Sozialbeirat Freising, weiter daran, das Verständnis für faire und partnerschaftliche Handelsbeziehungen in der Domstadt zu stärken. Gemäß des Agenda21-Gedankens „Global denken – lokal handeln“ legen die Akteurinnen und Akteure viel Wert darauf, die Kriterien „bio“, „regional“ und „fair“ gemeinsam in der Gesellschaft zu verankern. Im Fairen Forum sind Vertreter/-innen aus Stadt und Politik, Handel und Gastronomie, Kirchengemeinden, Schulen und Erwachsenenbildung, der Verein Partnerschaft Eine Welt Freising e.V. sowie interessierte Bürger zielgerichtet tätig.

Mit einer weiteren Lockerung von Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln werden die Arbeitssitzungen wieder öffentlich stattfinden können. Derzeit müssen sich alle Agenda-Projektgruppen mit Telefon- bzw. Videokonferenzen behelfen, vereinzelt sind persönlich Treffen unter Einhaltung aller Auflagen möglich (aktuelle Informationen und Kontaktmöglichkeiten laufend online auf den auf den Seite der Stadt Freising, www.freising.de / Leben & Wohnen / Agenda 21. Die globalen Nachhaltigkeitsziele der UN setzen an die erste Stelle „keine Armut“.

Spitzenleistungen der Region sichern und fördern

Die faire Entlohnung der Menschen im globalen Süden durch das Engagement auch der Freisinger für fairen Handel bringt dieses Ziel auf seine Weise immerhin ein kleines Stück näher. Nun unterstützen Freising, weitere 62 bayerische Fairtrade-Städte und zwei Fairtrade-Landkreise sowie das „Eine Welt Netzwerk Bayern“ e.V. die Bewerbung der Europäischen Metropolregion München um die offizielle Zertifizierung als „Fairtrade-Metropolregion“ durch TransFair e.V., dem Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt: Die Europäische Metropolregion München (EMM) erstreckt sich über eine Fläche von ca. 26 000 Quadratkilometer mit rund sechs Millionen Menschen und ist ein überregionaler Zusammenschluss von Landkreisen, Städten und Gemeinden, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft im Verein EMM e.V. Zentrale Aufgabe ist, durch Kooperation die Spitzenleistungen der Region zu sichern und zur fördern. Freising ist auch hier Mitglied.

Die Europäische Metropolregion Nürnberg wurde bereits 2017 als „Fairtrade-Metropolregion“ ausgezeichnet und ist Vorbild bei der Bewerbung um die „Fairtrade-Metropolregion“ München.

Als wichtigem Schritt auf dem Weg der Zertifizierung wurde am 25. Juni 2020 in der EMM-Geschäftsstelle offiziell eine Steuerungsgruppe gegründet. Sie treibt die Bewerbung voran und kümmert sich um Veranstaltungen und Aktionen im Sinne des Fairtrade-Gedankens, legt Ziele fest und koordiniert die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zum fairen Handel sowie die Vernetzung der Akteure in der Metropolregion München.

Der Steuerungsgruppe gehören u.a. EMM-Geschäftsführer Wolfgang Wittmann und Dr. Alexander Fonari, Vorstand des „Eine Welt Netzwerk Bayern“ e.V., an. Dr. Fonari zeigte sich erfreut über die positive Rückmeldung des EMM e.V., die Idee des fairen Handels in Aktivitäten und Veranstaltungen in der Metropolregion München einzubringen.

„Auf Ebene der ebenso bekannten wie gut vernetzten Metropolregion München erhält der Fairtrade-Gedanke ein sehr starkes Gewicht und kann somit viele weitere Multiplikatoren erreichen“, unterstrich Dr. Fonari in der Sitzung.

Die EMM-Bewerbung, deren Erfolg das Erfüllen von fünf Kriterien vorsieht, soll bis Herbst 2020 auf den Weg gebracht werden. Die Metropolregion München ist aktuell mit vier von fünf erfüllten Kriterien schon sehr weit.

Aufruf an die Hoteliere und Gaststätten

Gesucht werden zum jetzigen Zeitpunkt noch Hotel- und Gaststättenbetriebe aus der gesamten Metropolregion, die bereits faire Produkte verwenden und sich offiziell listen lassen möchten: Interessenten können sich jederzeit an den Treffpunkt Ehrenamt wenden, der die Meldungen für Freising sammelt (treffpunkt-ehrenamt@freising.de).

 

Facebook

Quelle: freising-online

Auch interessant:

Kommentare