Freisinger Hilfeleistungskontingent in Traunstein

Über 220 Einsatzkräfte befreien die Dächer 

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Die Bilder zeigen den Einsatz auf dem Bauernhof, der einzustürzen drohte. 

Tag eins des Schneeeinsatzes ist vorbei: Um sieben Uhr morgens sind am Freitag 132 Einsatzkräfte der Feuerwehren im Landkreis Freising nach Traunstein aufgebrochen, nachdem die Regierung von Oberbayern ein Hilfeleistungskontingent angefordert hatte. Gegen 20 Uhr waren allesamt wieder zuhause – gesund und munter. Obwohl es die Stunden dazwischen in sich hatten.

Nach ihrer Ankunft waren die Helfer aus dem Landkreis Freising unermüdlich im Einsatz. Vor Ort räumten sie die gewaltigen Schneemassen von den Dächern akut einsturzgefährdeter Gebäude. Darunter das Rathaus, eine Tankstelle, ein Autohaus und eine Schulturnhalle, die der Landkreis Traunstein, falls nötig, als Notunterkunft bereitstellen will. „Unsere Leute waren voll motiviert und sehr fleißig“, berichtete Kreisbrandrat und Kontingentführer Manfred Danner am Ende eines ereignisreichen Tages zufrieden. „Obwohl es teilweise eine ganz schöne Schinderei war.“ Auf dem Bauernhof hatte der Wind den Schnee 2,5 Meter hoch aufgetürmt. „Den mussten wir scheibchenweise wegschieben.“

Ganz fertig geworden sind die Freisinger nicht, aber am Samstag soll die Maßnahme abgeschlossen werden. Denn die Regierung hat den Einsatz verlängert. Um sechs Uhr werden sich von der Feuerwache Freising 1 diesmal sechs Züge mit rund 220 Feuerwehrkräften erneut Richtung Traunstein auf den Weg machen.

Dabei sind Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren aus Pulling, Wippenhausen, Kirchdorf, Paunzhausen, Wolfersdorf, Thalhausen, Sixthaselbach, Margarethenried, Massenhausen, Hallbergmoos, Günzenhausen, Fahrenzhausen, Marzling, Oberhummel/Niederhummel, Nandlstadt, Au, Dietersheim, Eching, Neufahrn, Langenbach, Moosburg, Pfrombach/Aich, Mauern und Freising.

Inzwischen haben fünf oberbayerische Landkreise den Katastrophenfall festgestellt. Und es werden immer mehr Helfer gebraucht. Daher rücken am Wochenende auch das Technische Hilfswerk (THW) und das Bayerische Rote Kreuz (BRK) aus Freising aus.

Der THW-Ortsverband Freising hat am Samstag und Sonntag mit 37 und wird heute und morgen mit 17 Einsatzkräften in Wildbad-Kreuth und im Berchtesgadener Land helfen, die Schneemassen zu bewältigen. Insgesamt sechs Fahrzeuge des THW werden im Einsatz sein, unter anderem auch der Ladekran, der als Fixpunkt für die Absturzsicherung an Dächern dient.

Der BRK-Kreisverband Freising schickte am Sonntag die Schnelleinsatzgruppe Betreuungsdienst mit etwa zehn bis zwölf Helfern nach Miesbach, wo sie sich von acht bis 20 Uhr vorrangig um Verpflegung und Versorgung der Einsatzkräfte vor Ort gekümmert haben. Entsprechend hat sich die Mannschaft des BRK-Kreisverbandes Freising vergrößert, die dort Hilfe leistete. Inzwischen sind etwa 25 Rotkreuzler von der Schnelleinsatzgruppe Betreuungsdienst und der Schnelleinsatzgruppe Transport in Bad Wiessee, um sich um die vielen Einsatzkräfte zu kümmern. Außerdem mussten sie am Sonntag auf die Schnelle 800 Feldbetten organisieren, weil in Miesbach eine Notunterkunft errichtet wurde. Beim Aufbau war die Schnelleinsatzgruppe Technik und Sicherheit aus Freising behilflich.

Während vor Ort schwere körperliche Arbeit verrichtet wird, glühen zuhause die Telefonleitungen. Auch für Montag stellen die Verantwortlichen der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) ein Hilfeleistungskontingent zusammen. Um sechs Uhr werden wieder 255 Feuerwehrleute mit 40 Fahrzeugen nach Traunstein fahren.

Quelle: freising-online

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