Finanzkrise bedroht Westtangente

(jl)

· Wenig Angenehmes hatte Bürgermeisterin Anita Meinelt in der ersten Stadtratssitzung im neuen Jahr zu verkünden. Schuld daran sind geringere Zuschüsse aus dem Staatssäckel. Vor allem in Sachen Westtangente war dem Gremium die Enttäuschung anzumerken. Statt der erhofften 70 Prozent Förderung, können die Verantwortlichen nunmehr höchstens 50 Prozent der Gesamtsumme aus Fördermitteln bestreiten. „Das ist für die Stadt eine übergebührliche Belastung!“ echauffierte sich die Bürgermeisterin „50 Prozent Zuschüsse reichen bei Weitem nicht aus!“ Problematisch könnte es schon werden, wenn die ursprünglich zugesicherten Summen nicht fließen. Schließlich müsste die Stadt dann die fehlenden Mittel zusätzlich aufbringen. Das wäre für die Stadt Moosburg nochmals ein Betrag von rund 900000 Euro. Bislang sind im Haushalt 1,57 Millionen Euro für das Projekt eingestellt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 8,5 Millionen Euro. Auf verlorenem Posten kämpfen die Moosburger nicht. Der Stimmkreisabgeordnete Florian Herrmann hat sich in einem Brief an den bayerischen Innenminister für eine höhere Bezuschussung und erneute Prüfung ausgesprochen. Es gehe bei der Westtangente vor allem um die längst fällige Verbindung von Staats- und Bundesstraße. Gerade in der hoch belasteten Flughafenregion wären daher höhere Zuschüsse gerechtfertigt, so die Argumentation. Abfinden wollte sich am Montag abend mit dem Beschluss keiner, das Gremium zeigte Kampfgeist. Anton Neumaier sieht einen Vertrauensbruch der Staatsregierung und würde diesen auch in einer „öffentlichen Auseinandersetzung“ diskutieren. Auch die Bürgermeisterin versicherte den Zuhörern, eine bessere Ausgangslage für den Bau der Westtangente zu forcieren. „Wir sind hinterher und arbeiten mit Nachdruck weiter daran!“ Demmächst stehen Termine im Innenministerium an, um die Bezuschussung zu diskutieren.

Auch interessant:

Meistgelesen

Kommentare