Ab dem 28. April

Freising: Material in vierfacher Ausführung im Alten Gefängnis - Bekannte Künstlerinnen sind dabei

Eva-Maria Bischof-Kaupp beim Auswählen und Rahmen ihrer Arbeiten.
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Eva-Maria Bischof-Kaupp beim Auswählen und Rahmen ihrer Arbeiten.

Im Alten Gefängnis in Freisings Unterer Domberggasse laden ab dem morgigen Donnerstag, 28. April, gleich vier Künstlerinnen ein, ihre Werke zu bestaunen.

Das Talent zur Kunst haben Eva-Maria Bischof-Kaupp aus Neufahrn und die drei Freisingerinnen Barbara Birke, Evelyn Jungnick-Endl und Markéta Lübben gemein, die vier Damen unterscheiden sich allerdings in der Wahl ihrer Materialien. Die Eröffnung findet am morgigen 28. April, um 18 Uhr mit einer Ansprache der Freisinger Bürgermeisterin Eva Bönig statt. Die Ausstellung ist dann Samstag und Sonntag von elf bis 18 Uhr und Donnerstag und Freitag von 16 bis 20 Uhr geöffnet und läuft bis Sonntag, 8. Mai.

Ausstellung im Alten Gefängnis: Eva-Maria Bischof-Kaupp erzählt Geschichten über das Leben

Eva-Maria Bischof-Kaupp erzählt in ihren Mohnarbeiten leise Geschichten über das Leben, die Liebe und die Vergänglichkeit. Sie knittert, klebt, benäht und prägt Papier, schafft sich herausfordernde Oberflächen, auf die sie dann bewusst monochrom mit Bleistift zeichnet.

Zarte Mohnblüten, welkende Blätter und reife Mohnkapseln greifen Vergänglichkeit und Instabilität von Papier auf. „Ob beim Zeichnen einer Blüte oder eines menschlichen Körpers, für mich ist die Qualität der Linie und die sensible Umsetzung von größter Bedeutung.“

Ausstellung im Alten Gefängnis: Barbara Birke zeigt Fotografien

In ihrer Serie „Stadt-Land-Mensch“ zeigt Barbara Birke Fotografien von der Verhüllung des Arc de Triomphe im Herbst 2021. Mit ihrer Kamera hat sie besondere Perspektiven, Strukturen, Oberflächen und Farbstimmungen des Christo Kunstwerks eingefangen. Die surreale Atmosphäre auf dem Place Charles de Gaulle lässt den Triumphbogen wie einen glitzernden Gletscher aussehen. Ihre Landschaftsaufnahmen sind in der Moorlandschaft bei Worpswede und am Jadebusen entstanden.

Ausstellung im Alten Gefängnis: Evelyn Jungnick-Endl zeigt mit ihren Figuren Lebendigkeit

Die Künstlerin Evelyn Jungnick-Endl verleiht ihren Figuren aus Bronze, Gips, Stein und Holz eine Lebendigkeit, innere Seele und natürliche Schönheit voller Lebensfreude, Leichtigkeit und Bewegung. Ihre Kunstwerke wirken dabei mit kraftvoller Präsenz oder können still in sich ruhen, fast meditativ wirken.

Auch wenn die Proportionen durch Übersteigerung aufgebrochen werden, erfolgt keine Zerstörung, sondern eine formulierende Gestik, die die Schönheit, Vielfältigkeit und Einmaligkeit des Menschen darstellt. Der Betrachter kann durch die eigene persönliche Wahrnehmung die Figuren für sich sprechen lassen oder sich selbst darin erkennen.

Evelyn Jungnick-Endl beim Bearbeiten ihrer Steinskulptur.

Ausstellung im Alten Gefängnis: Markéta Lübben zeigt die Kraft der Farben

Die Ölfarbe in ihrer Materialität ist Markéta Lübbens Leidenschaft. Energie, die Kraft der Farben, spielerischer und sinnlicher Umgang mit Farbkontrasten und haptischen Strukturen sowie eine lebensbejahende Grundeinstellung spiegeln sich in ihren Serien Colorplush, Colorcushions und Sculpturalpainting wider. Immerwährendes Thema und Motiv sind Labyrinthe, deren viele Wendungen, ähnlich wie die menschlichen Lebenswege sie ständig Neues lehren. In ihrer aktuellen Ausstellung befasst sie sich mit Umweltthemen.

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