Konsumverhalten verändern

Freisinger Land: „Ehrliche“ und „gerechte“ Qualität 

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Die drei Standbetreiber Simone Meyer (links), Benedikt Schuhbauer (Mitte) und Josef Muschler (rechts) vor dem Marktstand des Freisinger Lands.  

Hauptsache billig! Diesen Eindruck kann man von deutschen Verbrauchern im Vergleich zu unseren Nachbarländern haben, wenn es auch um Lebensmittel geht. 

Freising- Gerade die in der vergangenen Woche bekannt gewordenen Corona-Masseninfektionen in deutschen Fleischfabriken zeigen, unter welchen Bedingungen Lebensmittel bei uns erzeugt werden. „Jeder kann mit seinem Konsumverhalten dazu beitragen, dass sich dieses verändert“, betont Gastronom und Metzger Benedikt Schuhbauer aus Kirchdorf, der zugleich auch 1. Vorsitzender des Vereins „Freisinger Land“ ist, bei der Premiere des „Freisinger Land“ Marktstandes auf dem Wochenmarkt in der Luitpoldanlage am vergangenen Samstag. 

Freisinger Wochenmarkt: Qualität statt Quantität

Unter dem Thema „Lernt uns kennen, probiert und genießt unsere Produkte“ können ab sofort die Besucher des Grünen Wochenmarktes jeweils mittwochs und samstags von sieben bis 13 Uhr Produkte kaufen, die ausschließlich aus dem Freisinger Land kommen. Die Produktpalette reicht dabei von Fleisch und Wurst über Eier, Milch, Honig, Gemüse, Brot, Mehl, und vieles mehr, was der Konsument für eine gesunde und nachhaltige Ernährung braucht. Wie Schuhbauer betont, stehen dabei die Begriffe „Ehrlichkeit“ und „Gerechtigkeit“ nicht nur für den Konsumenten, sondern auch für den Erzeuger der Produkte im Vordergrund.

Der Marktstand von „Freisinger Land“ will Qualität vermitteln. Konsumentin Olga Bus mit ihren Töchtern  findet‘s gut!


Dabei sollen die nachhaltige Landwirtschaft und das Handwerk gefördert, Arbeitsplätze im Landkreis gesichert und die Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen immer weiter verbessert werden. Davon sind auch Olga und Gabor Bus mit ihren beiden sieben und vier Jahre alten Kindern, die ursprünglich aus Ungarn kommen und in Freising leben, überzeugt. „Wir gehen regelmäßig auf den Freisinger Wochenmarkt und kaufen dort ein, weil wir hier eine gesunde und gute Qualität bekommen“, betont Olga Bus. Deshalb hat sie am Samstag auch das Fleisch für Wiener Schnitzel beim „Freisinger Land“ Markstand gekauft und ergänzt, dass sie damit bewusst auch die lokalen Firmen unterstützen wollen. 

„Wenn man gesund leben und essen will, muss man auch etwas mehr bezahlen“, so die Meinung ihres Mannes Gabor, zu der Frage, ob denn der höhere Preis als beim Discounter keine Rolle bei ihrem Kaufverhalten spielt. Trotz des etwas schlechteren Wetters zeigten sich Schuhbauer und seine beiden Mitstreiter Simone Meyer, die sich im Verein als Bindeglied zum Verbraucher sieht, und Josef Muschler als Vertreter des Handwerks mit dem ersten Markttag sehr zufrieden. „Bei einigen Produkten sind wir bereits ausverkauft“, freute sich Benedikt Schuhbauer und sieht dies auch als Anreiz für die zukünftigen Markttage, was sicherlich eine Bereicherung und Erweiterung des Produktangebotes auf dem Freisinger Wochenmarkt ist.

Quelle: freising-online

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