Ein gelungener Abend

Auszeichnung: Landrat verleiht den Jugendkulturpreis an "Feger Spezies"

Landrat Helmut Petz (rechts) und Organisator Wolfgang Kopf (hinten) mit den Preisträgern (von links) Clemens Ripp, Nick Raster und den „Feger Spezies“.

Eine ziemlich lange Zeit konnten sie keine Musik machen. Vor kurzem durften sie mal wieder beweisen, was sie können. Im Großen Sitzungssaal des Landratsamts Freising bekamen die „Feger Spezies“ aus den Händen von Landrat Helmut Petz den Jugendkulturpreis. 

Freising- Eine ziemlich lange Zeit konnten sie keineMusik machen. Vor kurzem durften sie mal wieder beweisen, was sie können. Im Großen Sitzungssaal des Landrat samts Freising bekamen die „Feger Spezies“ aus den Händen von Landrat Helmut Petz den Jugendkulturpreis. Üblicherweise findet die feierliche Verleihung während des „Uferlos“-Festivals statt. Doch in diesem Jahr ist wegen der Corona-Pandemie alles anders. „Aber ich denke, der Große Sitzungssaal, der Festsaal des ehemaligen Klosters, bietet uns einen würdigen Rahmen“, sagte der Landrat, der zunächst erläuterte, wie derJugendkulturpreis entstanden ist. Kreativität, Talent und Ehrgeiz von jungen Menschen aus dem Landkreis im künstlerischen Bereich auf diese Weise zu unterstützen und zu fördern, sei eine Idee des Jugendkreistags Freising gewesen.

Dieser kümmere sich seit 2002 um die Interessen von Kindern undJugendlichen im Landkreis. Inzwischen wurde der Jugendkulturpreis zum achten Mal vergeben. Platz 1 ging dieses Jahr an „fünf hervorragende Vertreter der Gattung Blechbläser“, wie es Jurymitglied Martin Keeser, Leiter der FreisingerMusik schul e, in seiner Laudatio ausdrückte. „Sie sind etwas Besonderes“, sagte Keeser. Stilvoll entstanden in einer Freisinger Lokalität, wurden aus zwei bald fünf Blasmusiker, die mit ihrem „unvergleichlichen Mix aus Crossover, Rock, Jazz, Klassik und Volksmusik“ dann „ihren Siegeszug durch Freising und das Umland“ starteten. „Vielen Dank für den Preis. Wir freuen uns, dass wir wieder spielen können“, sagte einer der fünf jungenMusikanten. „Aber bevor ich lang rede, bedanken wir uns lieber musikalisch.“ Also spielten die „Feger Spezies“ zunächst Udo Jürgens´ „Vielen Dank für die Blumen“, ehe sie über eine erfrischende Stückauswahl von Klassikern und modernen Liedern bei „English Man in New York“ von Sting ankamen.

Die Jury hat entschieden

 Mit 700 Euro ist der erste Platz dotiert, 500 Euro gab es für den zweiten, 300 Euro für den dritten Preis desJugendkulturpreises. Die Reihenfolge hatte die Jury mit Bedacht festgelegt. „Wir haben dafür intensive Gespräche geführt“, sagte Wolfgang Steger vom Theater04, der durch den Abend führte. Neben Steger und Keeser saßen Jutta Ederer, Geschäftsführerin von Bücher Pustet, Vipo Maat, Veranstalter des „Uferlos“, sowie die vier Jugendkreisräte Ellen Bratke, Kilian Winhart, David Vogt und Chiara Vogt in der Jury. Letztere lobte den Drittplatzierten Clemens Ripp. „Seine Musik erzeugt eine entspannte und gemütliche Atmosphäre“, sagte die Laudatorin. Der Singer-Songwriter startete als Straßenmusiker, gab später sein erstes Konzert und veröffentlichte 2019 seine erste eigene CD. 

„Die Begeisterung an der Musik ist ihm anzusehen.“ Drei Songs, darunter den Titelsong seines neuen Albums, das im Januar 2020 erschienen war, bot Clemens Ripp dar. „Mit diesem Preis habe ich nicht gerechnet“, sagte der junge Musiker, der sich bei allen bedankte, die die Kultur unterstützen. „Ich bin froh, dass ich das hier machen darf.“ Nick Raster hätte beinahe sein Können nicht zur Schau stellen können. „Ich musste ja das Klischee vom verplanten Künstler erfüllen“, sagte der Gewinner des zweiten Preises. Er stand kurz vor Beginn der Veranstaltung vor dem Rathaus. „Aber alle Türen waren zu.“ Abhilfe bot sein Vater, der seinen Sohn kurzerhand auf dem Gepäckträger seines Radls zum Landratsamt chauffierte. 

Dort sagte Jurymitglied Kilian Winhart über den Bildhauer und Maler: „Er ist ein ganz besonderes Talent. Was er macht, ist grandios.“ Via Beamer zeigte Nick Raster einige seiner Zeichnungen und Skulpturen. Ansichten unter anderem von der Korbiniansbrücke in Freising und von den Oberammergauer Alpen, wo er derzeit eine Ausbildung an der Staatlichen Berufsschule für Holzbildhauer absolviert. „Ich mag Architektur, aber ich finde es noch spannender, wenn man etwas von seinem Motiv spürt“, sagte er und zeigte eine Zeichnung seiner schlafenden Freundin. Es war ein gelungener Abend im dank des Virus recht dünn besetzten Großen Sitzungssaal. Zum Abschluss sagte Steger: „Bleibt der Wunsch, dass ihr eure Kunst sehr bald wieder einer breiten Öffentlichkeit zeigen könnt.“

Quelle: freising-online

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