PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise 

Gemeinde Hohenkammer warnt vor mutmaßlichen Giftködern

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Symbolbild: Präparierte Köder sind eine große Gefahr. 

Mutmaßlicher Tierquäler gesucht: Die Gemeinde Hohenkammer warnt vor möglicherweise vergifteten Ködern, die ein Unbekannter auf dem Sportplatz, an Spielplätzen und in den Siedlungen ausgelegt hat. 

Bei den Ködern handelt es sich um mit einer blauen Substanz gespickte Fleischstücke. Am Sonntag wurden die Lockmittel Medienberichten zufolge auf einem Fußweg zwischen dem Römerweg und dem Keltenweg entdeckt.Um welche Substanz es sich bei dem blauen Präparat handelt, ist noch unklar. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Freising unter der Telefonnummer 08161-53050 entgegen. 

PETA setzt Belohnung aus 

Um die Suche nach dem mutmaßlichen Tierquäler zu unterstützen, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise, die zu seiner Verurteilung führen, aus. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und können sich telefonisch unter 01520-7373341 oder per E-Mail bei der Tierschutzorganisation melden – auch anonym. „Wir möchten helfen, den Tierquäler in Hohenkammer zu stoppen, noch bevor Vierbeiner verletzt oder getötet werden“, so Judith Pein im Namen von PETA. „Derartige Täter zu überführen ist oft schwierig, da sie agieren, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Deshalb kann es in solchen Fällen auf den noch so unwichtig erscheinenden Hinweis ankommen.Mit unserer Belohnungsauslobung wollen wir die Arbeit der Polizei unterstützen sowie Tierhalter für das Thema sensibilisieren und warnen. 

Derartige Täter müssen sich darüber im Klaren sein, dass mit gefährlichen Stoffen präparierte Köder nicht nur für Hunde, Katzen und freilebende Tiere, sondern auch für Kinder lebensbedrohlich sein können.“ Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient. 

Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen 

Besteht der Verdacht, dass ein Tier einen mit Gift oder gefährlichen Gegenständen gespickten Köder gegessen hat, muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Es besteht Lebensgefahr – das Tier kann an inneren Verletzungen qualvoll sterben. Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, blassen oder porzellanfarbenen Veränderungen an den Schleimhäuten, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen muss ebenfalls umgehend der Tierarzt aufgesucht werden – denn Gift wirkt schnell. Hunde sollten beruhigt und angeleint werden. 

Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose ist es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen. Die Tierschutzorganisation setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

Quelle: freising-online

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