Offener Brief

"Sofortige Einstellung der Dritten Startbahn"

Eva Bönig, Sprecherin der Bürgerinitiative gegen Startbahn drei, fordert eine deutliche Position der CSU.

In einem offenen Brief an den CSU Kreisverband und den CSU Ortsverband hat Eva Bönig, Sprecherin der Bürgerinitiative gegen die 3. Startbahn, die Mitglieder der beiden Verbände aufgerufen, dass diese „ihre Parteikollegen und die Staatsregierung auffordern, die 3. Bahn aus dem Landesentwicklungsplan zu nehmen und eine sofortige Einstellung aller Ausbaupläne der 3. Startbahn zu veranlassen“.

Als Bürgerinitiative hätte sie erfreut wahrgenommen, dass sich die Vertreter der CSU in Stadt und Landkreis offen gegen den Bau einer 3. Startbahn aussprechen. In dem heuer zehn Jahre währenden Abwehrkampf hat sich herausgestellt, dass alle Argumente wie beispielsweise falsche Prognosen und unzumutbare Belastungen für Mensch und Umwelt gegen die 3. Bahn sprächen, heißt es in dem Brief weiter. Die 3. Bahn sei ein Mammutprojekt, das weder München noch Freising, das Land Bayern oder Deutschland benötige. Auf eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes zu warten, würde weder der Politik noch den Betroffenen helfen, die nach wie vor keine weitreichenden Entscheidungen für ihre Zukunft treffen könnten. „Den Politikern bleibt auch nach einem Urteil die klare Position nicht erspart“, betont Bönig in dem Schreiben und fährt fort, dass die Politik in keinem Fall das Urteil so interpretieren kann, dass man daraus eine Notwendigkeit oder einen auf fragwürdigen und falschen Prognosen basierenden Bedarf ableiten könne. Gerade die Mitglieder der beiden Verbände wüssten dieses sehr wohl und seien es auch, die das größte Detailwissen aller Abgeordneten hätten. „Gerade dieser Mangel an Detailwissen ist es nämlich, warum andere CSU Abgeordnete ihre Meinung aus FMG-Schlagwörtern und Lejeune-Fernsehinterviews rezitieren“, betont Bönig in ihrem Brief.

Quelle: freising-online

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