Halbzeitbilanz zum Volksfest

„Dieses Jahr haben wir durchgegriffen“

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Das Bild zeigt v.l.: OB Tobias Eschenbacher, Roland Debudey (Gräfliches Hofbrauhaus), Karin Gürtner (Staatliche Brauerei Weihenstephan), Christine Schwaiger (Backhaus Schweller) und Josef Plank (Staatliche Brauerei Weihenstephan).

Bisher ging es auf dem Freisinger Volksfest recht friedlich zu und Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher hatte bei der Halbzeitbilanz am Mittwoch fast nur gute Nachrichten. Wetterbedingt habe man zu Beginn des Volksfestes zu kämpfen gehabt, um die guten Zahlen des Vorjahres zu erreichen. Vor allem wegen des Dauerregens am Sonntag sei es recht verhalten losgegangen, weshalb bisher mit 450 Hektolitern rund 55 Hektoliter Bier weniger ausgeschenkt wurde als im Vorjahr, so Eschenbacher weiter. 

Der Dauerregen war auch der Grund, warum das Standkonzert mit vier Musikapellen in diesem Jahr im Festzelt stattfand. „Es war eine tolle Veranstaltung“, schwärmte Eschenbacher. Und auch sonst war er voll des Lobes: „Ein toller Vergnügungspark und ein reibungsloser Ablauf dank der Sicherheitskräfte“. Er berichtete weiter, dass man vor allem im Sicherheitsbereich „etwas nachjustiert habe“ und in diesem Jahr auch Nachtstreifen nach Schließung des Volksfestes eingesetzt habe. Einen besonderen Dank richtete Eschenbacher an die Brüder Heinz und Peter Ziegltrum, die seit 50 Jahren ununterbrochen mit ihrem Imbissstand auf dem Freisinger Volksfest vertreten sind und dafür von Eschenbacher eine Urkunde erhielten. 

Und dann konnte Eschenbacher endlich auch Dr. Hubert Hierl, der als Kulturreferent auch für die Durchführung des Volksfestes verantwortlich zeichnet, zum 75. Geburtstag gratulieren. „Am Sonntag hat er sich aus dem Staub gemacht“, begründete Eschenbacher die nachträgliche Gratulation. „Ein wunderschönes Volksfest ohne Lücken“, so das Lob von Aussteller-Sprecher Christian Buchner. Für ihn und seine Kollegen sei die Tür zur Stadtverwaltung immer offen gewesen, „und wenn es ein Problem gegeben hat, dann haben wir das ausgschmatzt“. Und überhaupt würden die Aussteller und Festwirte viel zum Umweltschutz beitragen, so Buchner weiter. „Bei uns gibt es nur Mehrweggeschirr und Maßkrüge aus Glas“, so seine Begründung. Auch für die Rettungskräfte des Bayerischen Roten Kreuzes war es ein ruhigeres Volksfest, wo nichts Dramatisches passiert ist und keine schlimmen Einsätze durchgeführt werden mussten. Lediglich zehn Bagatellfälle, 19 Versorgungen vor Ort und acht Krankentransporte ins Freisinger Klinikum gab es zu vermelden. 

Bis jetzt ganz zufrieden zeigte sich auch Polizeioberrat Ernst Neuner, der Leiter der Freisinger Polizeiinspektion. Vier Körperverletzungen (im Vorjahr waren es acht) und eine gefährliche Körperverletzung (im Vorjahr zwei), drei Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, ein Wiederstand gegen die Polizei, zwei sexuelle Belästigungen und drei Verkehrsdelikte hatte er zu vermelden. Insgesamt wurden im Vorgriff auf das Volksfest vierzehn Betretungsverbote ausgesprochen, wobei es nur zu einem Verstoß dagegen kam. „Dieses Jahr haben wir strikt durchgegriffen“, betonte er. Dies galt vor allem am Dienstagabend beim Auftritt von Dolce Vita, wo elf Betretungsverbote ausgesprochen werden mussten und es zu einem „Fall häuslicher Gewalt“ gekommen ist. Zum Schluss der Halbzeitbilanz durfte sich dann auch noch der Verein „Krebshilfe Freising Maria & Christoph“ über einen Scheck in Höhe von 3000 Euro freuen, die bei der öffentlichen Festbierprobe am 22. August zusammengekommen sind.

Quelle: freising-online

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