Jahresausstellung

Das gesamte Panoptikum des Paul Hilz

Da steckt mehr drin: Eine Unzahl an Facetten ist auf den Detailblick in diesem Werk erkennbar.

Es ist bunt! Meistens zumindest, denn neben weiteren Zeichnungen schaut auch eine schwarz-weiße Mords-Wildsau bedrohlich aus der Ecke. Im Obergeschoss Paul Hilzs Haus in Moosburg befinden sich endlose Kunstwerke der verschiedensten Art, so dass Farbe durch den ganzen ersten Stock fließt.

Hunderte Gemälde hat der 74-Jährige mittlerweile angefertigt, von Fließbandarbeit ist der pensionierte Lehrer aber weit entfernt - die Muse muss ihn küssen, und dann geht es allerdings flott voran. Und in den verschiedensten Schattierungen: “Wer vieles bietet, bietet jedem etwas”, zitiert Hilz Altmeister Goethe.

Wenn am kommenden Freitag, 27.  September, um 19.30 Uhr seine Jahresausstellung im Moosburger Zehentstadel eröffnet wird, wird der passionierte Jäger nicht all seine Kunstwerke mitnehmen können - der Rahmen würde gesprengt: “Eines pro Lebensjahr werde ich ausstellen. Aber ich bin noch immer hin- und hergerissen, welche.” Wenn seine Gattin ihm rät, dieses oder jenes lieber hier zu lassen, dann kommt er ins Grübeln. Und tendiert dann eher ins Gegenteil, denn Paul Hilz will durchaus provozieren: “Die Erotik in der Kunst ist etwas Elementares, Schönes, Aufregendes. Alles, was ich gemalt habe, ist aus Leidenschaft entstanden.” Genau diese Passion setzt Hilz indes auch beim Betrachter voraus: “Ich lade die Menschen ein, in meinen Bildern spazieren zu gehen.” Was dieses visuelle Flanieren dann aber alles zutage bringt, ist Erstaunlich. Immer wieder taucht die Weiblichkeit - auch in auf den ersten Blick unverfänglichen Bildern - auf. Bei genauerem Hinsehen oft auch noch mehr. Ein Eintauchen in die Exponate des Paul Hilz kostet Zeit, bringt aber ein ganzheitliches Erlebnis. Wer’s nicht auf den ersten Blick findet, dem hilft der Künstler gern auf die Sprünge: Er ist an den Ausstellungstagen Freitag sowie Samstag und Sonntag, 28. und 29. September, von zehn bis 18 Uhr persönlich im Zehentstadel anwesend. 

Auch seine persönliche Weiterentwicklung wird er präsentieren: Einem rustikalen Stilleben aus der Anfangszeit wird er unter anderem ein aktuelles gegenüberstellen: “Ich kann ja beides, nur hätte ich mich früher manches nicht getraut. Wenn es heute heißt, der Hilz ist doch verrückt geworden, zeig ichs erst recht.” Das Selbstvertrauen dazu darf Hilz sicher haben, ist er doch sogar Bestandteil des Münchner Hauses der Kunst. 

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