Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

Honorarprofessur für Dr. Magerl

Honorarprofessor Dr. Christian Magerl mit den Beteiligten (von links): HSWT-Präsident Dr. Eric Veulliet, HSWT-Laudator Prof. Dr. Bernd Hertle, Prof. Dr. Eckhard Jakob, Dekan der Fakultät Gartenbau und Lebensmitteltechnologie, dessen Vorgängerin Prof. Dr. Carola Kuss, Laudator Richard Mergner, Vorsitzender des BUND Naturschutz in Bayern, sowie Prof. Dr. Heike Mempel von der Fakultät Gartenbau und Lebensmitteltechnologie.

Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf hat Dr. Christian Magerl im Rahmen einer Festveranstaltung eine Honorarprofessur verliehen. Damit ehrte die HSWT das bereits 34 Jahre währende ehrenamtliche Engagement des promovierten Biologen als Lehrbeauftragter im Studiengang `Gartenbau - Produktion, Handel, Dienstleistungen´.

Es ist die fünfte Ehrenprofessur in der fast 50-jährigen Geschichte der HSWT. Als „Botschafter der Hochschule“ bezeichnete HSWT-Präsident Dr. Eric Veulliet den gebürtigen Freisinger bei der Begrüßung vor den rund 75 Gästen. Der aktive Naturschützer verkörpere Werte, für die auch die grüne Hochschule stehe. Der Präsident wies darüber hinaus auf die Pflichten hin, die mit einer Honorarprofessur einhergehen: eine enge Verbindung mit der HSWT pflegen, das Ansehen der Hochschule fördern, einen Beitrag zu den Lehrveranstaltungen leisten. „Ich bin überzeugt davon, dass die Erfüllung ein Leichtes für Sie sein wird“, schloss er seine Begrüßungsworte.

Engagiertes „Urgestein“

In seiner Laudatio hob Dr. Bernd Hertle, HSWT-Professor für Freilandzierpflanzen und Leiter der Weihenstephaner Gärten, das große fachliche Wissen des 64-Jährigen hervor, dessen Ausstrahlung und didaktische Kompetenz. Den Blick über die Hochschule hinaus lenkte Richard Mergner, Vorsitzender des BUND Naturschutz in Bayern, in seiner Würdigung: Ein „Urgestein“ des BUND Naturschutz sei der ehemalige Abgeordnete der Grünen im Bayerischen Landtag, und ebenso ein Freisinger „Ureinwohner“, der der Stadt und dem Landkreis lokalpatriotisch verbunden sei und diese geprägt habe. Und schließlich ein „Zoon politikon“, ein Mensch, der sozial ausgerichtet und bestrebt ist, das Ziel des guten Lebens in der Gesellschaft zu verwirklichen. 

In seinem Festvortrag sprach Magerl zum Thema „Klimaschutz in Deutschland – Von der Bundestags-Enquete-Kommission ‚Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre‘ (1988) zur Bewegung ‚Fridays for Future‘“. Er nahm dabei den Einzelnen, Institutionen wie die grüne Hochschule, vor allem aber auch die Politik in die Pflicht: „Die Zeit, in der wir rein auf Freiwilligkeit setzen können, ist zu Ende“, sagte Magerl und forderte: „Das Problem muss auf staatlicher Ebene angegangen werden. Es braucht klare, deutliche ‚Leitplanken‘, wie Gesetze und steuernde Abgaben.“

Quelle: freising-online

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