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Die Tage des ehemaligen Hotel Bauer an der Münchener Straße in Moosburg sind offenbar jetzt doch gezählt.  Informationen zufolge könnte das Hotel nun durch einen Neubau ersetzt werden,  denn was Heike Schmidt (Foto) vom Büro Schmidt und Heinz damals geplant hat, ist zulässig. Im April 2009 hatte sie die Planung im Bauausschuss vorgestellt. So lange wird nun schon prozessiert.

Dem FORUM liegen Informationen vor, wonach die vielen Prozesse, die wegen des dort geplanten Wohn- und Geschäftshauses geführt worden sind, abgeschlossen werden konnten, ohne dass die vom Büro Schmidt und Heinz erarbeitete Planung verändert worden wäre. Was Heike Schmidt damals geplant hat ist zulässig. Im Erdgeschoss eine geschäftliche Nutzung, darüber 15 Wohneinheiten waren damals geplant. Die Stellplätze werden im Hof, aber auch in einer für 33 Fahrzeuge ausgelegten Tiefgarage mit natürlicher Be- und Entlüftung nachgewiesen. 15,14 Meter hoch war der Neubau seinerzeit geplant, Erdgeschoss, zwei Obergeschosse, und ein ausgebautes Dachgeschoss sollte der Neubau aufweisen, der gleich lang wie der Bestand, aber etwas schmaler in den Zeichnungen steht. Ob allerdings genau das jetzt dort gebaut werden wird ist nicht ganz raus, und er, selbst mit der Eigentümerfamilie verbandelt, hielt sich bewusst sehr zurück. Die Planungsarbeit hatte er damals im Jahr 2009 bewusst der Kollegin Heike Schmidt überlassen. So lange ist also prozessiert worden. Das Hotel Bauer – einst das erste Haus am Platz – steht seit über zehn Jahren leer. Es findet kein Gaststättenbetrieb mehr statt, und an die damit verbundene Ruhe kann man sich natürlich gewöhnen. Jetzt, wo auf dem Gelände wieder Leben einziehen soll, sind die Nachbarn dagegen. „Es ist verkauft“, sagte er dem FORUM, ohne in die Details zu gehen. Dafür hat er Gründe, sind doch die familiären Verhältnisse bei den Eigentümern nicht ganz einfach. Zweiter Bürgermeister Martin Pschorr erinnert sich noch mit Grausen an jene öffentliche Ortseinsicht des Bauausschusses, wo die innerfamilären Konflikte beinahe in Handgreiflichkeiten eskaliert wären. Damals war er von der Heftigkeit der Auseinandersetzung total überrascht worden. Damit musste auch niemand rechnen. Rudi Heinz sagte darum dem FORUM auch nur, dass dieser Punkt habe abgehakt werden können. Was die Prozesse der Nachbarn gegen das Projekt angeht, konnte er dagegen schon wieder genauer werden: Die Nachbarn hatten gegen die Baugenehmigung geklagt, obwohl das, was gebaut werden sollte, eine geringere Ausnutzung des Grundstücks bedeutet hätte als der Bestand. Bauamtsleiter Reinhard Dick hatte seinerzeit bereits diese Bedenken für derart irrelevant gehalten, dass er eine Ablehnung des Bauantrags für unzulässig erklärt hatte. Jetzt behielt er in vollem Umfang Recht: Die Nachbarn  sind vor Gericht gescheitert, die Richter hatten sogar eine Revision nicht zugelassen. Dagegen aber hatten die Nachbarn Nichtzulassungsbeschwerde eingereicht, die jetzt aber auch verworfen worden ist. Damit ist die Baugenehmigung unanfechtbar geworden. Darüber, wie es jetzt weiter geht, wollte Rudi Heinz sich nicht im Detail äußern. Er gehe aber davon aus, dass der Investor sich an der jetzt für zulässig gehaltenen Planung orientieren werde. „Sonst geht die Prozessiererei ja wieder von vorne an.“

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