Appell an Hundehalter

Aktiv gegen die lästigen Tretminen

Robert Zellner vom Freisinger Ordnungsamt hat schon alle relevanten Infos.

Rund 1000 Hunde sind in der Stadt Freising offiziell angemeldet; über die Dunkelziffer der nicht gemeldeten Hunde kann man nur spekulieren. So sehr sie ihren Herrchen oder Frauchen oft Freude bereiten, haben alle Hunde aber den Nachteil, dass auch sie als Lebewesen mal müssen. Leider findet dieses oft in der Öffentlichkeit statt, und die lieben Hundebesitzer kümmern sich wenig um die Hinterlassenschaft ihrer Lieblinge.

Robert Zellner vom Ordnungsamt der Stadt hat beim monatlichen Pressegespräch darüber informiert, dass auch im vergangenen Jahr wiederholt Beschwerden bei der Stadt über diese Hinterlassenschaften eingegangen sind, obwohl die Stadt in den vergangenen fünf Jahren im gesamten Stadtgebiet und in den Naherholungsgebieten rund 30 Stationen installiert hat, wo kostenlos Hundekotbeutel zur Verfügung stehen und die Hinterlassenschaften auch gleich entsorgt werden können. Da jede Station rund 300 Euro kostet, hat die Stadt damit viel Geld ausgegeben, wofür die Einnahmen aus der Hundesteuer aber nicht reichen. Die Tretminen auf Gehwegen, Spielplätzen, Parkanlagen, Freizeitwiesen, Futterwiesen, Sandkästen, Einkaufsstraßen und am Straßenrand sind laut Zellner auch kein Kavaliersdelikt, sondern stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße bis zu 1000 Euro belegt werden kann. Zellner weist auch besonders auf die gesundheitliche Gefährdung hin, da Hundekot Krankheiten übertragen kann. Dies gilt besonders für Kinderspielplätze, wo infektionsfähige Entwicklungsstadien von Parasiten wie beispielsweise der Hundespulwurm oder der Hundebandwurm im Boden und im Sand sehr lange überdauern und infektionsfähig bleiben. Deshalb sind vor allem Spielplätze geschützte Bereiche, von denen Hunde fern gehalten werden müssen. Um die Besitzer von Hunden auf diese Problematik aufmerksam zu machen, wird an alle Hundebesitzer zusammen mit dem Bescheid für die Hundesteuer ein Infoflyer, in dem die Problematik dargestellt wird und mit dem die Stadt auch uneinsichtige Hundebesitzer zur Vernunft bringen will, zugesandt. Damit will die Stadt auch einem möglichen öffentlichen Zorn der Nicht-Hundehalter vorbeugen, der in anderen Kommunen schon dazu geführt hat, dass aufgebrachte Passanten Hundebesitzer massiv angegangen sind oder sogar Giftköder ausgelegt haben.

Quelle: freising-online

Auch interessant:

Meistgelesen

Kommentare