Was für ein riesiges Insektenhotel

Im Einklang mit der Natur: „Bee free“ lädt zum gemeinschaftlichen Gärtnern ein

Insektenhotel lichtershow
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Hier bekommen die Bienen eine Lightshow inklusive.

Das „Bee Free“ lädt seine Bewohner ab 2023 dazu ein, gemeinschaftliche Gärten zu bewirtschaften und mit auf dem Dach untergebrachten Bienenvölkern zu leben.

Neben Mensch und Natur dürfen hier auch Wohnraum und Kunst eine eindrucksvolle Symbiose eingehen: In Freising realisiert der auf nachhaltige, energieeffiziente und individuelle Projekte spezialisierte Münchner Bauträger BHB ein studentisches Wohnquartier, in dem urbanes Wohnen und Gärtnern eine einzigartige Verbindung miteinander eingehen. Das „Bee Free“ lädt seine Bewohner ab 2023 dazu ein, gemeinschaftliche Gärten zu bewirtschaften und mit auf dem Dach untergebrachten Bienenvölkern zu leben.

Es wurde als nachhaltiges Wohnprojekt insbesondere für die Studierenden der „grünen Studiengänge“ der Hochschule für angewandte Wissenschaften Weihenstephan-Triesdorf, der TU München sowie weiterer (Berufs-)Fachschulen in Freising entwickelt. Clou und Blickfang des Bauvorhabens: Eine eindrucksvolle Lichtinstallation des renommierten Lichtkünstlers Philipp Frank, welches das Projekt unter dem Leitthema Natur in Kunst verwandelt. Die Zusammenarbeit mit der BHB und insbesondere der visionär denkenden Geschäftsführerin der Unternehmensgruppe, Melanie Hammer, ist nicht die erste für den in München und Paris großgewordenen Künstler. Sowohl im Geschäftsgebäude des Bauträgers als auch dem „Tausendschön“-Wohnkomplex in München-Haar sind Arbeiten des Lichtkünstlers als permanente Installationen zu sehen, der umgekehrt auch die architektonischen Ideen seiner Auftraggeber zu schätzen weiß: „Was Melanie Hammer macht und die Konzepte, die BHB für die unterschiedlichen Bauvorhaben entwickelt, sind schon einzigartig und zeugen immer von einem großen Interesse für die Kunst.“

Philipp Frank konzentriert sich auf New Media Art wie beispielsweise „Rock Lights“, eine Serie von 3D Videoprojektionen auf Felsen entlang der Westküste von Koh Phangan/Thailand. Oder auch „Trinity“, eine Videoarbeit, in der der Künstler die in einer Münchner Kirche vorhandene Ornamentik und Geometrie aufgegriffen und digital transformiert hat. So entstanden aus „alten“ Mustern, neue fließende Formen und Symbole. Seine Installation, ein knapp sechs mal zwei Meter großes Insektenhotel mit den für ihn so charakteristischen Leuchtelementen, soll das Herz von Bee Free bilden: An der Nordwand des „grünen Hauses“, von dem aus die Gemeinschaftsfläche des rund 1600 Quadratmeter großen Gartens seinen Ausgang nehmen wird.

67 Wohneinheiten umfasst die rundherum errichtete Wohnanlage, jede für sich sehr viel größer als eine Bienenwabe, in der Gesamtschau aber von einem ähnlich symbiotischen Gedanken beseelt, wie die Bienenstöcke, die auf dem Dach der Anlage für Geschäftigkeit und Honig sorgen. „Wenn man sich die Wohnkultur von Insekten genauer ansieht“, erläutert Frank die Vision hinter seiner Installation, „dann kommen einem zuallererst Gedanken wie Symbiose, Zusammenhalt, Solidarität und Arbeitsteilung. Und besser könnte man die Idee einer studentischen Wohngemeinschaft wohl kaum in Worte kleiden.“

Die Lichtinstallation kann und soll deshalb nicht nur Blickfang und Anziehungspunkt für Insekten sein, sondern auch ein leuchtendes Beispiel für die Wohnkultur, die nach den Wünschen von Melanie Hammer hier Einzug halten soll: „Im Bee Free können Studierende das Wissen um Anbau, Essen und Nachhaltigkeit direkt aus dem Hörsaal in die Praxis umsetzen. Und gemeinschaftlich nutzbare Lounge- und Gartenflächen für urbanes Gardening und soziale Kontaktpflege nutzen,“ sagt Hammer. Bezugsfertig sein wird das aus zwei Gebäuden bestehende Wohnprojekt pünktlich zum Sommersemester 2023. Bis dahin dürfte auch Philipp Franks Insektenhotel in allen Farben leuchten. Und zum Fixpunkt einer eindrucksvollen grünen Wohnidee werden.

Statt für die Natur, tun sie etwas für die Menschen: So hat Jennifer Heckenstaller wieder ihren Wunschweihnachtsbaum aufgestellt. Auch in Moosburg gibt es ein vergleichbares Projekt: Ferdinand Winterstötter stellt hier, gemeinsam mit der Sparkasse Moosburg, den Wunschweihnachtsbaum 2021 auf.

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