Die Linken verbannen die Autos

Innenstadt Freising: Fußgängerzonen statt Parkmöglichkeiten

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Zu Fuß oder mit dem Radl ok. Die Autos sollen nach dem Willen der Linken-Stadtratsfraktion raus aus der Freisinger Innenstadt.

Heiliggeistgasse im Süden, General-von-Nagel-Straße als nördliches Ende und dann die gesamte Freisinger Hauptstraße hoch bis zum Karlwirt inklusive Amtsgerichts- und Ziegelgasse!

Freising- Dieser Korridor soll - so hat es die Freisinger Stadtratsfraktion der „Linken“ beschlossen, zur Fußgängerzone werden. Diese Festlegung haben die „Linken“ jetzt als Antrag in den Stadtrat eingebracht, allein Lieferverkehr in stark eingeschränktem Rahmen solle zugelassen werden. 

Die Neugestaltung der Altstadt sei, so die Begründung, weitgehend abgeschlossen und das beschlossene Verkehrskonzept umgesetzt. Aber: Die gewünschte Verkehrberuhigung mit dem bisherigen Konzept sei nicht erreichbar ist: Nach dem aktuellen Verkehrskonzept ist Parken, außer zum Aus- und Einsteigen, Be- und Entladen, untersagt. „Täglicher Augenschein“, so die Begründung von Dr. Guido Hoyer, zeige jedoch, dass diese Regel von zahlreichen Autofahrern ignoriert wird: „Parkchaos bezeichnet die Situation durchaus zutreffend“. 

Und weiter: „Im verkehrsberuhigten Bereich ist vorgeschrieben, dass KfZ Schrittgeschwindigkeit fahren müssen. Auch dies wird – besonders in den Abend- und Nachtstunden- häufig missachtet.Kontrollen von Falschparkern und Geschwindigkeitsüberschreitung sowie Ahnung von Verstößen finden nur sporadisch statt“. Dagegen stünden in den Parkhäusern und Parkplätzen rund um die Altstadt zahlreiche Parkplätze zur Verfügung, so dass die Altstadt-Straßen nicht als Parkplätze missbraucht werden müssen. Allein der Stadtbus soll weiterhin durch die Hauptstraße fahren, ebenso soll Radverkehr unter Rücksichtnahme auf Fußgänger gestattet sein. 

Dabei beziehen sich die Linken auf eine Selbstbeschränkung der Stadt: In der „Freisinger Resolution zum Klimaschutz“ vom Januar 2020 hat sich die Stadt zum Ziel gesetzt: „Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs.“ Mit einer Fußgängerzone in der historischen Altstadt könne damit begonnen werden.

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