Im Trinkwasserschutzgebiet

Der große Insekten-Erlebnispark

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Um sich vor Ort vom Erfolg der Maßnahme zu überzeugen, traf sich Andreas Voigt, Werkleiter der Freisinger Stadtwerke, mit einigen Landwirten und einem Vertreter des Beratungsbüros. Von links: Herbert Kindl, Andreas Voigt, Michael Hubensteiner, Horst Laffert, Werner Rauhögger. 

Auf den Feldern rund um das Wasserwerk in Vötting wird es immer bunter. Die Verträge zwischen Stadtwerken und Landwirten stellen hier schon seit 25 Jahren eine grundwasserschonende Bewirtschaftung sicher. Neu ist in diesem Jahr, dass nun auch bunte Blühstreifen das Freisinger Trinkwassereinzugsgebiet durchziehen. Die Flächen, die die Stadtwerke zusammen mit den Kooperationslandwirten vor Auswaschung von Nitrat ins Grundwasser schützen, sollen so gleichzeitig auch vielfältige Nahrung für die Insektenwelt liefern.

Anfang Mai säten Landwirte in Kooperation auf den Flächen rund um das Wasserwerk Vötting in Zusammenarbeit mit den Freisinger Stadtwerken auf sechzehn geeigneten Flächen artenreiche Blühmischungen an. Die Beratungs-, Saatgut- und Anbaukosten werden auch in diesem Fall von den Freisinger Stadtwerken getragen. 

Wer jetzt im Hochsommer an den Blühstreifen entlangspaziert, kann sehen, dass die ausgesäten Pflanzen sich durchgesetzt haben und „Unkräuter“ wie Melde und Hirse den Blühpflanzen nichts anhaben können. Bunt blühend, dicht und gut entwickelt stehen etagenweise Phazelia, Buchweizen und Sonnenblume neben Arten wie Kornblume, Borretsch, Malve, Leindotter, Serradella, Perser- und Inkarnatklee. Nicht nur die Insekten profitieren von der Pflanzenvielfalt, auch der Boden wird durch das vielfältige Wurzelwerk verbessert.

„Nach der Getreideernte ab Mitte Juli bestellen wir möglichst viele Flächen mit nitratspeichernden Zwischenfruchtpflanzen. Diese werden von den Insekten gerne besucht, liefern aber erst ab Ende August Nektar und Pollen für die Insekten“, erläutert Werner Rauhögger vom Beratungsbüro Ecozept. „Die Blühmischungen dagegen liefern für die Insekten schon viel früher wichtige Nahrung und Pollen.“ Gerade in dieser Zeit finden sie in der freien Feldflur wenig Nahrungspflanzen.

Quelle: freising-online

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