Investitionshaushalt beschlossen – und Hilfe für Haiti

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hmal muss es frustrierend sein, für die Verwaltung des Landkreises zu arbeiten. Tiefbauamtsleiter Konrad Huber hatte ein Straßenbauprogramm für die kommenden vier Jahre vorgelegt aber das war im letzten November zurückgewiesen worden . Es sei zu teuer und er solle streichen, was immer aufgeschoben werden könne. Für die Sitzung am Mittwoch dieser Woche hatte sich der Experte gut gerüstet. Sein Programm war arg zusammengestrichen und er hielt den versammelten Kreisräten einen Vortrag, in dem er klarmachte, daß zu große Sparsamkeit jetzt, zu noch größeren Ausgaben später führen würde. Deshalb standen neben Erhaltungs- auch Baumaßnahmen auf seiner Liste. Und das gab Diskussionen: Ausschließlich Reparaturarbeiten forderte Rainer Schneider für die Freien Wähler; die 260 Kilometer Straßen im Landkreis seien doch gut in Schuss. Für die SPD forderte Hans Neumaier dem jetzt vorliegenden Vorschlag zu folgen und nachzulegen, wenn wieder Geld in der Kasse sei. Großes Erstaunen bei den Kreisräten, als beide Anträge durchfielen; jetzt hatte man gar kein Investitionsprogramm. Erst auf Vermittlung der stellvertretenden Landrätin Anita Meinelt, kam die Lösung zustande: der Ausbau der Straße zwischen Giggenhausen und Großeisenbach wird verschoben; der Ausbau der Straßen zwischen Gründel und Nandelstadt sowie zwischen Inkofen und Bergen wird durchgeführt. Die laufenden Baumaßnahmen und die Reparaturen werden zusammen dennoch rund vier Millionen Euro in 2010 kosten. Weitere acht-einhalb Millionen fließen in Neubau und Umbau einiger Schulen sowie der energentischen Modernisierung des Landratsamtes. Weil das zu mehr als zwei Dritteln aus dem Konjunkturpaket II des Bundes bezahlt wird, wurde auch dieser Antag einstimmig angenommen. Diskussionen gab es hingegen zum Vorschlag der ÖDP, die Überdachung der Freisinger Eishalle durch Gründung einer Art Zweckverband von Stadt und Kreis gemeinsam zu finanzieren. Das sei gar nicht erlaubt, meinte die Verwaltung und viele Kreisräte waren der Ansicht, das angesichts der Kassenlage, wünschenswertes zurückstehen müsse. Der Antrag wurde abgelehnt. Angenommen wurde aber der Antrag, die Hilfsorganisation „NAVIS“ aus Moosburg mit 20.000 Euro zu unterstützen. Die hatte schnell gehandelt und eine Anlage zur Trinkwasseraufbereitung gekauft und diese bereits nach Haiti gebracht (wir berichteten). Und Michael Schwaiger legte, aus seinen persönlichen Verfügungsmitteln als Landrat, noch 2000 Euro drauf.

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