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Das "JoHo" wird zur eigenständigen Stadt

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Eine Cocktailbar mit aparten Bardamen ist sicher nicht die schlechteste Geschäftsidee in “Jociety”.

Schule als Stadt - das ist das Konzept von “Jociety”, das zum Ende des Schuljahrs im Freisinger Hofmiller-Gymnasium umgesetzt wurde. Geschäfte, Cafés, Restaurants - aber auch Gewaltenteilung wie Polizei und Gericht hatten die Klassen als individuelle Aufgaben. Und weil alles seine Ordnung haben muss, müssen die Mitarbeiter natürlich angemeledet werden beim Amt.

Der Himmel war bedeckt am vergangenen Donnerstag Morgen. Schlecht für den Betreiber der Sternwarte auf dem Dach des Freisinger Josef Hofmiller-Gymnasiums: “Noch hat es kaum Sinn, der Himmel ist noch sehr zugezogen”, sein Angebot, die Sonne via Teleskop oder auch ganz gechillt aus dem Liegestuhl heraus zu studieren,  fans ob des trüben Wetters noch keine Kundschaft. Berufsrisiko!

Der junge Mann hat seinen Dienstleistungsbetrieb an der höchsten Stelle von “Jociety”. Das ist die Stadt, die die Schüler des “JoHo” als Projekt zum Schuljahresende umgesetzt haben. Dabei hatte jede Klasse die Aufgabe, in der selbst errichteten Kommune mit originellen Fantasiestraßen Geschäftsideen umzusetzen. Gegen Bares, versteht sich, denn der fälschungssichere “JoHo-Taler” ist hier die harte Währung. Jeder Teilnehmer erhielt 30 davon, um die Annehmlichkeiten der großen Stadt zu nützen. Und damit auch alles seine Ordnung hat, wacht natürlich auch das Auge des Gesetzes und patroulliert mit Kickboards durch die Gänge - pardon: Straßen. Dass da der Türsteher des örtlichen Casinos mit der Streife auch mal aneinander gerät, kommt vor. Dass ein Gesetzesbrecher vor dem städtischen Gericht landet, auch. 

Die Schülermitverwaltung als “Freund und Helfer” achtet in den  Funktionen Bank, Polizei, Ordnungsamt und Gericht über die Einhaltung von Recht und Gesetz. In “Jociety” hat alles seine Ordnung - und natürlich ist auch die Umsetzung einer Geschäftsidee reell: Geschäftsführer, Angestellte, Businessplan - das alles muss bei den Behörden angemeldet sein, ehe die Gewerbegenehmigung erteilt wird.

So gehört auch die Bürokratie zum Alltag in Society, und genau dieses ganzheitliche Konzept ist der Plan des Projekts, wie Tobias Weiskopf, Leiter des Arbeitskreises, betont: “Es geht um das spielerische Kennenlernen des Wirtschaftskreislaufs und um den Umgang mit Geld”, skizziert er die Hintergründe. Und natürlich soll auch die Förderung der Schulgemeinschaft im Vordergrund stehen. Getreu dem Schulmotto “Das WIR macht uns stark!”

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