„Keine Langeweile an Pfingsten - Sommer Edition“

KLAPSE: Sara und ihr größtes Abenteuer!

Sara Crämer aus Attenkirchen hat eine tolle Geschichte geschrieben.

Es waren rund 30 teilweise ziemlich schräge Aufgaben, die die Attenkirchener Kinder im Rahmen der Sommerferienspiele 2020 zu erfüllen hatten. Denn heuer war ja schließlich alles anders: „KLAPSE“ hieß das Motto - „Keine Langeweile an Pfingsten - Sommer Edition. Schon in den Pfingstferien galt Ferienprgramm dahoam. Eine Idee war, ein Buch voller von den Kindern verfassten Geschichten zu veröffentlichen und ihnen schließlich auch zu überreichen. Doch nur die zehnjährige Sara Crämer machte sich sofort an die Arbeit - und brachte ihre Geschichte „Laras Abenteuer“ zu Papier. Die Verantwortlichen fanden das Engagement so toll, dass sie uns jetzt die Geschichte zur Veröffentlichung überließen. Klasse Sara!

Attenkirchen - Lara wachte auf, ihr Wecker klingelte. Sie schaltete ihn aus und stieg schnell aus dem Bett, denn heute war endlich der Klassenausflug auf den Bauernhof. Blitzschnell machte sie sich fertig und lief dann zur Schule. Der Bus wartete schon, sie stieg ein und setzte sich. Dann ging es auch schon los. Die Fahrt dauerte 20 Minuten. Als der Bus zum Stehen kam, schaffte Lara es als erste auszusteigen. Bis die Lehrerin, Frau Zilpzalp, es geschafft hatte, dass alle Kinder in einer Reihe standen, bemerkte Lara einen kleinen überwucherten Brunnen, der ein wenig zu Leuchten schien. Sie sah sich um, hatte wohl einer ihrer Mitschüler auch das bemerkt, was sie sah? Nein, es sah nicht danach aus. 

Plötzlich wurde sie von hinten angerempelt. Erst da bemerkte sie, dass die zwei gemeinsten Schüler ihrer Klasse direkt hinter ihr standen. Gerade begann sie Angst zu bekommen, als Frau Zilpzalp die beiden Jungs anmotzte, weil sie Lara geschupst hatten. Als sie sich wieder umdrehte, raunte der größere der Beiden, Amadeus, Lara zu: „Jetzt bist du dran!“ und der kleinere der Beiden, welcher Mozart hieß, stellte sich direkt vor sie und blieb auch da stehen, als die anderen aus der Klasse weitergingen. Dann zeigte er mit dem Daumen zum Brunnen und Lara wurde klar, was sie vorhatten. Sie wollten sie in den überwucherten Brunnen werfen. Just in diesem Moment packten Amadeus und Mozart sie, einer links und einer rechts, dann zerrten sie Lara in Richtung Brunnen. Lara bekam immer mehr Angst. Als sie am Brunnen angelangt waren, hob Amadeus sie hoch und sie schien über dem Loch zu schweben. Der Brunnen leuchtete mehr denn je. Dann spürte sie, wie sich der Griff an ihrer Schulter lockerte und sie fiel in das Loch. Sie schloss die Augen und dachte, dass es jetzt gleich aus mit ihr wäre – doch auf einmal wurde wieder alles um sie herum hell und sie landete auf einem weichen Haufen von… von Heu.

 Sie machte die Augen auf, es dauerte etwas bis sie sich an das Licht gewöhnt hatte, dann sah sie sich um. Sie traute ihren Augen nicht – sie lag auf einem Haufen Heu, der wiederum auf einer wunderschönen mit Blumen übersäten Wiese stand. Und sie entdeckte noch etwas, eine Kette lag auf ihrem Bauch… nein, es war eher ein Amulett mit einem Pegasus drauf. Sie fuhr vorsichtig mit den Fingern über das eingeritzte Pegasus und schon begann es zu leuchten. Lara musste die Augen zusammenkneifen, um überhaupt etwas sehen zu können. In dem hellen Licht stand auf einmal ein ziemlich echt wirkender Pegasus. Es streckte seine Flügel aus und sprach: „Ah, endlich bin ich wieder raus aus diesem Amulett! Danke, dass du mich… huch, ein Menschenkind…“. Lara sah die Sagengestalt ungläubig an. Schon sprach es wieder: „Ähm, also ich bin Polly. Und Du?“ Lara traute auch ihren Ohren nicht mehr, es konnte auch noch sprechen? Sie stotterte: „W… W… Wo… ko… kommst du her? We… Wer bi… bist du? Und wo bin ich hier?“ „Oha, soviele Fragen auf einmal, also wie ich schon sagte, ich heiße Polly, bitte merke es dir gut. Ich komme aus dem Medallion, das du in deinen Händen hältst und zu guter Letzt, wir befinden uns hier im Landkreis Freising – und wenn wir ungefähr 1 km in diese Richtung laufen, kommen wir direkt ins schöne Attenkirchen. Ich glaube, jetzt weiß ich, wo du das Amulett her hast… Lag es auf einmal auf oder neben dir?“ Dieses Mal antwortete Lara mit festerer Stimme: „Ja, es lag plötzlich auf mir!“ 

Als sie fertig war mit ihrer Antwort, entdeckte sie ihre kleine Einhornkatze aus Plüsch, doch diese war gewachsen und sah echt aus und sie bewegte sich auch noch! Sie stand auf, tippelte auf Lara zu und sagte: „Wo bin ich? Lebe ich?... Ich lebe!!!“ schrie sie auf einmal, dann wandte sie sich an Lara: „Übrigens heiße ich Kitty Cat und nicht Molly, wie du mich immer genannt hast!“ „Ja ja, aber jetzt sag schon Polly: Wo kam das Amulett her?“. „Also, das ist eine lange Geschichte: Das Amulett erscheint immer dann, wenn im Freisinger Raum jemand Hilfe braucht oder jemand das Land retten soll.“ erzählte Polly . Sofort rief die Einhornkatze: „Na dann, los geht’s.“ „Aber wie wissen wir, wer oder was die Gefahr ist?“ „Ganz einfach“ miaute Kitty Cat, „wir fliegen auf Polly.“ Gesagt getan, einige Minuten später hatten es Lara und Kitty Cat endlich geschafft auf Pollys Rücken zu klettern und nach weiteren fünf Minuten flogen sie schon über den großen Wald. 

Schon bald kam Attenkirchen in Sicht, als sie genau darüber waren, sahen sie den Grund, warum Lara hier war, denn in der Mitte des kleinen Dorfes sahen sie ein riesiges Ungetüm. Es hatte große Flügel und sah insgesamt aus wie ein Drache. Polly ließ ein entsetztes Wiehern hören und wurde dadurch leider von dem Drachenvieh entdeckt. Es beobachte die ungewöhnliche Gesellschaft und flog dann direkt auf die drei los. Polly blieb stocksteif in der Luft stehen, obwohl die anderen beiden ihr ständig zuriefen, dass sie losfliegen solle, flog sie nicht weiter. Als der Drache nur noch einen Meter entfernt war, gelang es ihr endlich wieder loszufliegen. Kitty Cat rief ihr zu: „Flieg über ihn!“ Als sie sich direkt über dem Drachen befanden, ließen sich die Einhornkatze und Lara fallen, genau auf den Kopf des Drachens. Gottseidank war seine Haut so dick, dass er dies gar nicht bemerkte. Er verfolgte weiterhin Polly. Lara gab Polly Handzeichen, damit diese wusste wohin sie fliegen sollte. Lara lenkte die Pegasus-Dame zu einer  hohen Felswand und lies sie direkt darauf zufliegen, kurz vor der Wand flog Polly hoch. Auf diesen Moment hatte Kitty Cat gewartet, mit ihrem Horn pikste sie dem Monster in ein Auge, vor Schmerz jaulte der Drache auf und flog volles Karacho gegen die Wand. Dann fiel er zu Boden. Polly landete daneben, erleichtert umarmten sie sich gegenseitig. In dem Moment wurde plötzlich wieder alles ganz hell und die Situation löste sich auf. Lara lag wieder neben dem überwucherten Brunnen, sie stand auf und fragte sich, ob das alles tatsächlich passiert war. Da entdeckte sie ihre Einhornkatze und das Amulett und da wusste sie, dass es wirklich passiert sein musste…“

Quelle: freising-online

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