„Brandner Kaspar“

Die Neuauflage eines Klassikers

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Zum Pressetermin konnten nicht alle der 70 Mitwirkenden beim Brandner Kasper in Nandlstadt anwesend sein. Aber die wichtigsten waren alle da. Sie alle wollen den Erfolg von „Sister Act“ toppen.

Es wird eine ganz große Sache: Der Brandner Kasper wird in Nandlstadt in der Hopfenhalle aufgeführt. Bei einer Pressekonferenz stellten die Verantwortlichen mit Helmut Schranner an der Spitze das Konzept und einen Großteil der Mitwirkenden vor. Eingeladen war auch der Marktgemeinderat, der sich aber ziemlich rar machte.

Helmut Schranner konnte sich eine bissige Bemerkung nicht verkneifen, was die Präsenz der Bürgervertreter angeht: „Sehr überschaubar, aber immer wieder schön.“ Regisseurin Steffi Baier, an die Helmut Schranner über Beziehungen gekommen war, und die erhebliche Erfahrungen mit Aufführungen dieser Dimension hat, sprach von einem „Kultstück“ das in Nandlstadt zur Aufführung kommt. Der Anlass ist ein mehrfacher: Die Musikschule Papageno wird 30 Jahre alt, die Holledauer Musikanten auch. Dazu kommt das 25-jährige Jubiläum des Küchenstudios Münsterer, dessen Vertreter Wolfgang Leuschner und Markus Münsterer den Verein „Wir helfen heilen“ repräsentierten. 

Das Küchenstudio ist einer der wichtigsten Sponsoren neben der Gemeinde, die wohl die Halle kostenfrei zur Verfügung stellen wird. Die Dimension dessen, was hier anläuft, lässt sich am besten vergleichen mit dem Großprojekt des Musicals „Sister Act“ mit 13 ausverkauften Aufführungen. Auch die Zahl der Mitwirkenden ist mit 70 im Rahmen dessen, was der Markt Nandlstadt an kulturellem Großereignis schon erlebt hat. Es gibt also Erfahrungen auf diesem Gebiet, und auf die wird man jetzt zurückgreifen. Der Brandner Kasper ist im Jahr 2000 schon einmal in Nandlstadt aufgeführt worden. Damals war Helmut Schranner in der zweiten Hauptrolle des Boandl-Kramers zu sehen, und auch bei der neuen Produktion wird er diese Rolle wieder übernehmen. 

Anton Wiesheu wird in der Hauptrolle des Brandner Kasper zu sehen sein. Die Regisseurin muss sich jetzt erst einmal um das Textbuch kümmern, nachdem das Ensemble weitgehend steht. Dieses Textbuch soll in der zweiten Augustwoche fertig gestellt sein und sich nach den Worten der Regisseurin weitgehend an das Original halten. Dabei ist der Begriff „Original“ in diesem Fall, wie Kenner wissen, nicht so ganz unproblematisch. Die Aufführungen werden darüber hinaus sehr musiklastig. Es gibt bekanntermaßen Wirtshausszenen, und hier kommen die Holledauer Musikanten als eine waschechte Blaskapelle selbstverständlich zu ihrem Recht. Die Organisatoren haben, weil es ja auch um himmlische Szenen geht, unter den Nandlstädter Kindern eine große Zahl von Engeln ausfindig machen können, sodass hier eine höchst aktive kulturelle Jugendarbeit geleistet wird. 

Damit nicht genug: Musik ist bekanntermaßen das Hauptgeschäft von Helmut Schranner, und hiervon wird bei den Aufführungen sehr viel zu hören sein. Die Regisseurin hat den offiziellen Probenbeginn für den Januar angesetzt. Die Integration der Jagdhornbläser erfolgt durch entsprechende Szenen einer Treibjagd. „Es soll da richtig rund gehen!“ Der Zeitplan ist sportlich: Die Premiere ist für den 2. April des kommenden Jahres fest terminiert. Für jede Aufführung wird es einen Schirmherrn geben, in der Regel ein prominenter aus Politik oder Wirtschaft. Hierfür gibt es sogar noch „freie Plätze“. Die Zuschauer können sich diese ihre freien Plätze ab Mitte November sichern: Da läuft nämlich der Vorverkauf an.

Quelle: freising-online

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