Kommunalwahl in Gammelsdorf

Wer hat Ambitionen aufs Rathaus?

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Das Gammelsdorfer Dream-Team von 2002: Bürgermeister Paul Bauer (rechts) und sein Stellvertreter Sebastian Mittermaier bildeten eine harmonische Einheit. 

In der Gemeinde Gammelsdorf geht mit der kommenden Kommunalwahl eine Ära zu Ende: Bürgermeister Paul Bauer wird seinen Platz auf dem Chefsessel nach 24 Jahren räumen. Zwangsläufige Frage ist dann, wer ihm nachfolgen soll und will. Nominiert ist offiziell noch niemand, aber natürlich werden schon Namen gehandelt.

Der eine ist Raimunda Menzel, die schon einmal im Gemeinderat war, dann aber nicht wieder kandidiert hatte, und jetzt im Rathaus in Mauern im Einwohnermeldeamt sitzt, damit also durchaus auch über eine gewisse Verwaltungserfahrung verfügt. Der andere ist Uwe Penner von der Bürgernahen Liste, der in der Vergangenheit durch große Aktivitäten aufgefallen ist. Unter anderem hat er wesentlichen Anteil daran, dass die unbefriedigende Situation mit dem Lkw-Händler im Ortsteil Kothingried hat bereinigt werden können. Paul Bauer ist mit Sicherheit einer der dienstältesten Bürgermeister in ganz Bayern. In seine Amtszeit fallen die ganz wesentlichen Entscheidungen für die Entwicklung der Gemeinde Gammelsdorf, so etwa die Errichtung einer Kläranlage am Ortsrand von Gammelsdorf, die im Oktober 1999 fertiggestellt werden konnte. 

Ausgelegt wurde diese auf 1500 Einwohnergleichwerte. Damals wurde vergleichsweise billig gebaut: ZWei Millionen Mark. Im Jahr 2000 gab es einen Tag der offenen Tür. Bei seinem Amtsjubiläum im Jahr 2006 erinnerte sich Paul Bauer daran, dass das in der Tat das größte sei, was er bis dahin hinbekommen habe. „Da hing ja wer weiß was dran. Es hätte keine bauliche Entwicklung der Gemeinde Gammelsdorf mehr geben dürfen.“ Die Ortsdurchfahrt Katharinazell war in diesem Jahr ebenfalls ein großes Thema. Im Jahr drauf wurde das Feuerwehrgerätehaus in Priel in Angriff genommen, nachdem eine Einigung mit der katholischen Kirche hat erzielt werden können. Im Jahr 2003 hat es mit großem Fest eingeweiht werden können. 

Zu den ganz großen Baustellen seiner Amtszeit gehört das Pfarrzentrum in Gammelsdorf, das nach 16 Jahren intensiver Bemühungen 2005 hat begonnen werden können. Aus dem Schandfleck im Ortskern wurde nach und nach ein Schmuckstück, das am 17. September 2006 tatsächlich eingeweiht werden konnte. Wenn Paul Bauer jetzt aus dem Amt scheidet wird er seinen Vorgänger Andreas Lechner um eine Wahlperiode überrundet haben. Lechner war 18 Jahre lang im Amt. Diese Harmonie, die ihm so wichtig war, und die Gammelsdorf zu einem schlechten Pflaster für Sensationsreporter gemacht haben, ist in der Vergangenheit leider immer wieder gestört worden. Zu nennen ist da der immer noch nicht realisierte Radweg an der Kreisstraße Richtung Mauern.

Bauer ist ein Pragmatiker, der wenig auf sensationelle Projekte setzt. Unter seiner Leitung konnte die Erweiterung des Friedhofs ins Werk gesetzt werden, und ein Ziel, dass er sich über all die Jahre gesetzt hatte, hat er wirklich erreicht: Das unglaublich beliebte kleine Freibad der Gemeinde Gammelsdorf konnte für die Allgemeinheit erhalten werden.

Quelle: freising-online

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