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Den Weg in eine legale Szene öffnen

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Gastredner Stefan Schleifer (rechts) im Gespräch mit OB Tobias Eschenbacher und Kulturreferent Dr. Hubert Hierl (links)

Rund 200 kulturschaffende Gäste kamen auf Einladung der Stadt Freising zum diesjährigen Kulturempfang ins Bildungszentrum der Lebenshilfe. Im Mittelpunkt stand Gastredner Stefan Schleifer (Foto), der über aktuelle Tendenzen in der Popkultur referierte.

Mit der Einladung zum diesjährigen Kulturempfang im Innenhof des Bildungszentrums, verbanden OB Tobias Eschenbacher und Kulturreferent Dr. Hubert Hierl ihren Dank an die Freisinger Kulturschaffenden für das Mitwirken am Kulturgeschehen der Domstadt. 

Als Gastredner konnte in diesem Jahr der Popkulturbeauftragte der Stadt Augsburg, Stefan Schleifer, gewonnen werden, der - leger im Polohemd gekleidet - über die Vielfältigkeit populärer Kultur sprach. Dabei gehe es nämlich nicht ausschließlich um Musik, sondern auch um Architektur, Design, Literaturformen, sowie Street Art und Graffiti. Schleifer räumte auch ein, dass längst nicht alles in diesen Bereichen Kunst sei: „S-Bahnen zu beschmieren ist natürlich nicht in Ordnung, aber auch solchen Kunstformen muss der Weg in eine legale Szene geöffnet werden. Denn sie verschwinden nicht dadurch, dass sie von der Gesellschaft ignoriert werden“. 

Und eine Stadt mit 280000 Einwohnern dürfe ruhig auch „etwas dreckig und laut“ sein, findet der 34-Jährige. 

Schleifer schilderte auch, wie in Augsburg mit der Förderung der Popkultur versucht wird, Hochschulabsolventen und Fachkräfte  an die Stadt zu binden, denn „Theater, Klassik und ein bisschen Jazz reichen dafür eben nicht“.  Aber Kultur benötige ebenso wie Inklusion auch Geld, wie Robert Wäger, zweiter Vorsitzender der Lebenshilfe Freising, abschließend feststellte. 

Und weil schließlich auch Sport zum kulturellen Leben zählt, wurde in der Aula des Bildungszentrums ein Bildschirm aufgestellt, um das WM-Viertelfinale Deutschland gegen Frankreich verfolgen zu können. 

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