Lärmschutzwand: konkrete Friedenssignale

Gemeinsamer Gutachter soll entscheiden

Ein Trümmerfeld ist derzeit noch die Einsturzstelle an der Lärmschutzwand in Moosburg.

Überraschende Friedenssignale aus Hahn: Der Ort ist Sitz der Firma „Hahn Kunststoffe“, dem Hersteller der Elemente, aus denen die teilweise eingestürzte Lärmschutzwand an der B11 besteht.

Einen Tag nach der Stadtratssitzung, bei der auf Anfrage von Klaus Raith (Freie Wähler) Bauamtsleiter Reinhard Dick angekündigt hat, die Stadt müsse wohl bis zu 30000 Euro für ein eigenes Gutachten ausgeben, um Druck auf die  übrigen Beteiligten auszuüben, kommt von Stefan Leibel, dem Verantwortlichen des großen Kunststoffelementeherstellers ein Vorschlag: Alle drei Beteiligten, also die Stadt, die Montagefirma, und sein Unternehmen, sollten sich auf einen gemeinsamen Gutachter einigen, der die Frage des weiteren Verfahrens klären sollte. 

Bauamtsleiter Reinhard Dick, vom FORUM mit dieser Aussage konfrontiert, reagierte hocherfreut: „Das wäre natürlich das allerbeste“, sagte er. „Die Firmen haben ja auch kein Interesse daran, jahrelang durch die Medien gezogen zu werden.“ 

Es geht, darüber besteht immerhin Einigkeit, um die Überprüfung der Standsicherheit dessen, was da noch steht. Und es geht um viel Geld: Dick schätzt, dass 1,5 Millionen Euro im Raum stehen. Entsprechend hatte er sich auch im Stadtrat geäußert: „Wenn eine neue Wand aufgestellt werden muss wird das wohl die finanziellen Möglichkeiten der Montagefirma übersteigen, mit allen Folgen für die Stadt.“ 

An die Montagefirma sei die Aufforderung ergangen,  nachzubessern. Die Frist für die Rückäußerung der Gegenseite laufe bis Ende des Monats, so Dick im Stadtrat weiter. Leibel hat bereits die Schadensstelle besichtigt. Sein erster Eindruck: „Die Wand steht zur Straße hin geneigt. Das könnte ein Hinweis auf ein Fundamentversagen sein.“ Das aber, betonte er, ersetze niemals ein Gutachten. Für Dick war das alarmierend genug: „Dann müsste man ja propyhlaktisch die ganze Wand abtragen.“ Im Stadtrat machte Dick deutlich, dass, sollte es nicht gelingen, schnell und geräuschlos diese ärgerliche Angelegenheit zu bereinigen, auf alle Beteiligten jahrelange Auseinandersetzungen zukommen.  Er hatte sich schon in Zirndorf schlau gemacht, wo nach einem ähnlichen Vorfall im Jahr 2008 bis heute die genaue Schadensursache nicht klar sei. „Wir haben nicht so viel Zeit.“ Die Umleitung berührt auch die Gemeinde Langenbach mit ihrem Ortsteil Oberhummel. „Diese Umleitung jahrelang aufrecht zu erhalten, das halten sie politisch nicht durch“, so Dick. 

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