Agenda21-Projektgruppe

Mobile Photovoltaik-Anlage: Strom kurzerhand selbst produziert

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Strom wird jetzt ganz einfach selbst hergestellt. Sepp Beck, Rainer Teschner (beide Agenda21-Projektgruppe), Klimaschutzmanagerin Marie Hüneke und Tobias Grießl von den Freisinger Stadtwerken stellen hierfür eine mobile Photovoltaik-Anlage zur Verfügung.

Seinen eigenen Strom einfach und unkompliziert mittels einer mobilen Photovoltaikanlage auf dem eigenen Balkon oder der eigenen Terrasse produzieren. Wie das gehen kann, demonstrierten kürzlich Sepp Beck und Rainer Teschner von der Agenda21-Projektgruppe „Energie und Klimaschutz“ vor dem Energielokal am Rindermarkt in Freising.

Mit einem zirka 80 Zentimeter mal ein Meter großen PV-Modul können bis zu 300 Watt Gleichstrom erzeugt werden, der mittels eines eingebauten Wechselrichters in Wechselstrom umgewandelt wird und über einen normalen Stecker in das eigene Hausstromnetz eingespeist wird. „Das reicht schon aus, um eine kleine Herdplatte auf niedriger Stufe zu betreiben“, erklärt Beck. Da es aber auch möglich ist, mehrere Module zusammenzuschalten, kann der Nutzer einen höheren Stromertrag erzielen.

„Pro Modul liegen die Kosten bei rund 500 Euro, was eine Einsparung von rund 20 Cent pro Kilowattstunde bedeutet“, betont Rainer Teschner. Deshalb würde sich die Anschaffung einer mobilen PV-Anlage schon nach fünf bis sechs Jahren amortisieren.

Eine mobile Photovoltaik-Anlage gibt es jetzt in Freising. Unterstützt wird die Aktion auch von den Freisinger Stadtwerken. Laut Tobias Grießl von den Stadtwerken Freising muss auch eine mobile PV-Anlage bei der Bundesnetzagentur angemeldet werden.

Sepp Beck, Rainer Teschner sowie Klimaschutzmanagerin Marie Hüneke beraten gerne über die Vorteile von Solarenergie.

Um dieses jedoch so einfach wie möglich zu machen, habe man bei den Freisinger Stadtwerken ein einfaches Anmeldeformular zur Anmeldung einer steckerfertigen Erzeugungsanlage mit bis zu 600 Watt Modulleistung entwickelt, das auf der Homepage der Stadtwerke heruntergeladen werden kann. Und auch ein kostenintensiver Umbau der Stromzähler ist laut Grießl möglicherweise nicht notwendig, weil die meisten Stromzähler der Freisinger Stadtwerke bereits mit einer sogenannten Rücklaufsperre ausgestattet sind.

PV-Anlage kann auch für Mieter interessant sein

Trotzdem müsse der Netzbetreiber dieses jedoch prüfen. Für ihn ist es jedoch vor allem wichtig, dass zum Betreiben einer kleinen PV-Anlage nicht mehr Eigentümer eines Hauses sein muss, sondern dass dieses wegen der Mobilität auch für Mieter interessant sein kann. Laut Klimaschutzmanagerin Marie Hüneke bieten die mobilen PV-Anlagen eine gute Möglichkeit, die von der Stadt Freising bis zum Jahr 2035 angestrebte Energiewende weiter voranzubringen. „Vorankommen in Sachen Energiewende ist dringend gefragt“, betonte sie.

So habe unter den Erneuerbaren Energien die Photovoltaik in der Stadt Freising das größte Zuwachspotential und Ziel des Klimaschutzkonzeptes der Stadt Freising sei es, bis zum Jahr 2035 rund 85000 Megawattstunden Solarstrom in das Netz einzuspeisen. „Aktuell liegt die jährliche Einspeisung an PV-Strom bei rund 10000 Megawattstunden, was knapp drei Prozent des Gesamtstromverbrauches entspricht“, so Hüneke weiter.

Interessenten können sich sowohl von der Agenda21-Projektgruppe als auch von den Freisinger Stadtwerken jederzeit beraten lassen. Und auch eine Besichtigung der mobilen PV-Anlage vor dem Energielokal am Rindermarkt 5 (neben dem St. Georg Haus) ist jeweils am ersten und dritten Donnerstag eines Monats zwischen 14 Uhr und 17.30 Uhr möglich.

Quelle: freising-online

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