Multimediashow: Uganda, Bergsteigen auf den Quellen des Nil

Kein Wunder, dass nur wenige Bergsteiger den Weg hierher finden. Ist doch das Trekking auf den Kilimanjaro im Vergleich dazu ein Familienausflug.

Neufahrn (gb)

· Uganda ist jetzt nicht direkt für überschäumenden Tourismus bekannt. Wer afrikanische Großtiere sehen möchte, denkt meist an Kenia, und zum Bergsteigen hat jeder Interessierte den Kilimanjaro in Tansania vor Augen. Noch Ende des 19. Jahrhunderts gab es einen weißen Fleck auf den Landkarten dieser Erde: Zentralafrika. Wagemutige Forscher gaben diesem Gebiet einen Namen, der ihren Ehrgeiz ins Unermessliche steigerte: „Die Quellen des Nils“. Heute weiß man, dass dieser größte Strom Afrikas aus dem Viktoriasee im Zentrum Ugandas entspringt. Aber seine Wasser fallen auf Gebirge, die weit in die Wolken reichen: Mount Elgon und der geheimnisvolle Rwenzori. Auf den Gipfel des Mount Elgon und zurück waren Renate und Ulf Müller fünf Tage unterwegs. Einsame Pfade führten durch alle Vegetationsstufen der afrikanischen Großberge: Dschungel, Senezien-Ebenen und Hochsavanne. Sie stellten ihr Zelt an rauschenden Bächen und in tiefen Höhlen auf. Zusammen mit ihren Guides erreichten sie schließlich den 4321 Meter hohen Gipfel. Quer durch Uganda ging es zu ihrem nächsten Ziel. Ohne Reiseorganisation ist die Fahrt durch das Land ein eigenes Abenteuer. Aber überall trifft man auf freundliche Menschen, die sich über jeden Besucher freuen, gerne zusammen lachen und einfache Lösungen für alle Hindernisse finden. In Entebbe trafen Renate und Ulf mit zwei Freunden, Sonja und Michael zusammen. Gemeinsam stand das dritthöchste Gebirge des Kontinents an. Rwenzori heißt in der Sprache der Einheimischen „der Regenmacher“. Nur selten geben die Wolken den Blick frei auf die nicht enden wollende grüne Hänge, die von dichtem Urwald, Bambusdickicht und Senezienwäldern bedeckt sind. Die Safaris in die größten Nationalparks des Landes boten eine wohl verdiente Belohnung. Sie ließen es sich nicht entgehen Elefanten und Nilpferde, Leoparden und Krokodile, Warzenschweine und Seeadler zu suchen. Und wenn man einmal auf der Flucht vor Löwen auf einen Baum klettern möchte, sollte man es sich gut überlegen: die hiesigen Löwen - einmalig in Afrika - können das auch. Schon durch die begleitenden Guides wurde die Freundschaft der ugandischen Bevölkerung kennengelernt. Die vielen Kontakte unterwegs im Land vertieften den Eindruck. Die Kinder am Wegrand lachen Besuchern neugierig entgegen und jeder Vorübergehende fragt neugierig 'How are you?'. Uganda ist heute ein freundliches und offenes Land. Die Spuren der Unruhen unter Idi Amin sind längst getilgt. Man wartet auf Besucher! In einer Multimediashow haben Renate und Ulf Müller die schönsten Erlebnisse aus diesem unbekannten und doch so friedlichen Land zusammengetragen. Freising, Kino Cineplex, 19. Januar 20 Uhr, Eintritt neun Euro, DAV-Mitglieder sieben Euro.

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