SPD-Neujahrsgespräch

Freising stößt an seine Grenzen

Die Vertreter der SPD Freising (v.l.n.r): Anton Neumaier (stellvertretender Kreistagsfraktionsvorsitzender), Helmut Weinzierl (SPD-Stadtrat und Sportreferent), Andreas Mehltretter (Stellvertretender SPD-Kreisvorsitzender, Jusos-Kreisvorsitzender), Markus Grill (Vorsitzender des SPD-Stadtverbands Freising), Peter Warlimont (Vorsitzender des SPD-Kreisverbands Freising).

Wer ständig die Dritte Startbahn im Kopf hat, der soll erstmal Sozialwohnungen bauen!“ - Das forderte der stellvertretende Kreistagsfraktionsvorsitzende Anton Neumaier beim Neujahrsgespräch der SPD am vergangenen Dienstag im Hofbrauhauskeller Freising.

Neumaier plädiert: „Freising kommt an seine Grenze“ und weist so auf den nötigen Bau von Unterkünften im und um den Landkreis hin, der gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingsproblematik sehr wichtig sei. Der Kreistagsvorsitzende der SPD Freising betont außerdem: „Die FMG möchte 600 Sozialwohnungen bauen - fragt man jedoch bei der FMG nach, weiß keiner von den Leuten da, wo die Wohnungen überhaupt gebaut werden sollen!“ Mit dieser Aussage geht Neumaier auf das Problem ein, dass die Kommunen nicht bereit dazu seien, Flächen zur Verfügung zu stellen, um Sozialwohnungen bauen zu können. Das sei laut Anton Neumeier jedoch nicht verwunderlich, da sich der Bau für die Kommunen nicht auszahlen würde. Es liege nicht daran, dass es nicht genug Platz in Eching, Neufahrn, Moosburg und Freising gibt, sondern eben an dem zu geringen Profit, den die Kommunen daraus schlagen können. Freising alleine hätte angesichts der Anzahl der Flüchtlinge, die noch in den Landkreis kommen sollen, einen Bedarf an etwa 500 bis 700 Sozialwohnungen. Für die es jedoch eine Investitionsgrenze von hundert Millionen Euro gibt. Er fordert in diesem Zusammenhang den Freistaat Bayern dazu auf, mehr zu investieren. Das Thema Asyl ist auch im Landkreis Freising noch sehr brisant. „Derzeit sind es 2200 Flüchtlinge in Freising - schon jetzt eine hohe Zahl an Neubürgern, die es zu versorgen und zu unterstützen gilt. Diese Aufgabe übernehmen derzeit zehn ehrenamtliche Helfer. Leider ist jedoch bis dato keine flächendeckende Informationsweitergabe unter ihnen gewährleistet. Deshalb fordern wir eine sofortige Verbesserung des E-Mail-Verkehrs, um wichtige Informationen zügig austauschen zu können“, erklärt die Sozialreferentin der Gemeinde Neufahrn und fügt noch hinzu: „Beispielsweise wird den Flüchtlingen aus sicheren Ländern weniger Geld ausgezahlt. Das verursacht zum einen mehr Arbeit für die Helfer, und zum anderen führt es zu Konflikten zwischen den Flüchtlingen vor Ort. Genau für solche Fälle ist eine sofortige Benachrichtigung der Zuständigen unerlässlich!“ Auch könnten die Helfer dadurch über bevorstehende Veranstaltungen für die Flüchtlinge informiert werden. „Im vergangenen Jahr gab es zum Beispiel einen Schlittschuhtag für Asylbewerber und Freisinger Bürgern in der neuen Eishalle in Freising“, weiß der SPD-Stadtrat und Sportreferent Helmut Weinzierl.

Quelle: freising-online

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