Das Rad im Straßenverkehr

Die Nudel suggeriert Sicherheit

Früh trafen sich die Teilnehmer der Nudelfahrt an der Himmelfahrtskirche und fuhren in der Folge Schulwege ab.

Skurrile Bilder am vergangenen Mittwoch Morgen in Freising: Im morgendlichen Berufsverkehr trafen sich rund 15 Bürger, um auf den nötigen Mindestabstand beim Überholmanöver hinzuweisen. Eine Schwimmnudel sollte demonstrieren, dass besonders ein zu geringer Abstand beim Überholen zu Unwohlsein beim Fahrradfahrer und in schlimmen Fällen auch zu Unfällen führt.

In Freising fahren viele Schüler mit dem Fahrrad zur Schule und zurück. Grundsätzlich gut, finden die Aktivisten der Agenda 21-Gruppe: Gut für die Umwelt, entlastet die Infrastruktur und ist gut für die eigene Fitness. Die Schüler kommen wach und aufnahmebereit für den Unterricht in der Schule an. Leider ist der Ausbau sicherer Radwege in der Stadt noch nicht ausreichend voran geschritten. An vielen Stellen werden in den nächsten Jahren Verbesserungen oder neue Radverkehrswege entstehen. An manchen Stellen wird es wohl auch auf längere Sicht auf Grund der historischen Strukturen der Stadt oder aufgrund der Eigentumsverhältnisse keine optimalen Verbindungen geben. Hier treffen Fahrradfahrer, Fußgänger und Autofahrer weiterhin aufeinander. 

Daher ist eine gegenseitige Rücksichtnahme wichtig. Eine Aktion, die im Spezialen auf die Situation der radelnden Schüler aufmerksam machen soll, fand am vergangenen Mittwoch in aller Herrgottsfrühe statt: Im morgendlichen Berufsverkehr trafen sich rund 15 Bürger um auf den nötigen Mindestabstand beim Überholmanöver hinzuweisen. Um den Mindestabstand zu simulieren, montierten die Radler eine 1,20 Meter überstehende Schwimmnudeln quer am Gepäckträger und fuhren in vier kleinen Gruppen die häufigsten Schulwegeverbindungen der Stadt ab. An Fahrradanhängern oder Rucksäcken war ein Plakat mit Informationen zur Aktion angebracht. Die Aktion rief bei anderen Verkehrsteilnehmern unterschiedliche Reaktionen hervor, wie Teilnehmer berichteten. 

Die positiven Reaktionen mit Daumen hoch, Zurufen oder freundlichen Zuwinken überwogen dabei. Teilnehmer berichten weiter, dass sie sich mit der Schwimmnudel beim Fahren sicherer gefühlt hatten. Außerdem war der freie Platz beim Warten vor der roten Ampel angenehm. Es wagte kein Auto, bis zur Haltelinie vorzufahren und sich noch neben die wartenden Fahrradfahrer zu stellen. Die Organisatoren hoffen, dass die Autofahrer zukünftig einen entsprechenden Abstand halten. Gerade auch im Hinblick auf die kältere Jahreszeit mit oft schlechten Sichtverhältnissen. Ebenso wichtig ist es, dass sich Fahrradfahrer an die Verkehrsregeln halten sowie sich gegenseitig und gegenüber Fußgängern umsichtig verhalten.

Quelle: freising-online

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