1. meine-anzeigenzeitung
  2. Lokales
  3. Freising

Die Piraten sind los!

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Die Schülerinnen und Schüler des Camerloher-Gymnasiums begeisterten mit ihrer Darbietung von „Die Piraten von Penzance“ das Publikum.

Die monatelange intensive Probenarbeit hat sich gelohnt. Das Publikum im Freisinger Camerloher-Gymnasium war bei der Premiere von Gilberts und Sullivans Operette „Die Piraten von Penzance“ begeistert.

hört ein Wort nicht richtig und daraus entstehen dann Missverständnisse. Das ist auch der Grund, weshalb Frederic, der männliche Held der „Piraten von Penzance“, nicht in eine private Lehre gesteckt wird, sondern in eine Piraten-Lehre. Und dann kann die Operette schon loslegen, die „very british“ alles ein wenig überzeichnet, Züge der komischen Oper ebenso enthält wie die Anklänge an ein Musical. Frederic würde so gerne ein anständiger Mensch werden, kommt aber nicht so leicht von seinen säbelrasselnden Piratenfreunden los, die sich durch ein sehr weiches Herz auszeichnen, das ihnen beinahe zum Verhängnis wird. Sorgen bereits die Piraten für viel Action auf der Bühne, wird’s noch bunter als eine Bande keuscher Mädchen auftaucht, die es faustdick hinter den Ohren hat. Garniert wird das Ganze mit einem Generalmajor und einer Truppe von Polizisten, die für viele Lacher im Publikum zuständig sind. Und dann darf natürlich in einer Operette die Liebe nicht fehlen.  Mabel, die Tochter des Generalmajors, verliebt sich in Frederic. Aber mit der Hochzeit soll es nicht klappen. Keine Angst! Aber Ende sind Mabel und Frederic glücklich vereint. Im englischsprachigen Raum ist die Operette “Die Piraten von Penzance”  ein musikalisches Highlight, das jedes Kind kennt. Die Musik reißt mit, die Dialoge sind spritzig, witzig und satirisch und die Handlungselemente fordern die Akteure zu einer ungeheuren Dynamik heraus. Die Camerloher Schülerinnen und Schüler haben sich diesen hohen Herausforderungen gestellt und in allen Bereichen eine rundum perfekte Inszenierung auf die Beine gestellt, die das Publikum immer wieder mit lautem Zwischenapplaus honorierte. Das Orchester leistet zwei Stunden lang Schwerstarbeit, begleitet die Solisten und die Chöre mal sehr feinfühlig oder, wenn’s nötig ist, mit satter Power, die die Camerloher-Sporthalle fast erzittern lässt. Mit sehr großer Sicherheit meistern die Solistinnen und Solisten ihre teilweise sehr anspruchsvollen Passagen nicht nur gesanglich, sondern auch schauspielerisch. Weil das Camerloher-Gymnasium das Stück im 21. Jahrhundert inszeniert, dürfen einige Videoeinspielungen nicht fehlen. Diese garnieren die Handlung und sorgen für einen zusätzlichen Unterhaltungswert.

Rund 250 Schülerinnen und Schüler sowie 18 Lehrkräfte haben fast ein Jahr lang an dieser Inszenierung gearbeitet – als perfektes Team, wie die Aufführungen beweisen. Und an der Grenze dessen, was Schulaufführungen leisten können. 

Freilich ist die Belohnung für die jungen Erwachsenen sehr groß. Was sie in diesen Wochen der intensiven Probenarbeit und dann bei den sechs Aufführungen an verschiedenen Kompetenzen (Teamfähigkeit, Disziplin, Pünktlichkeit, soziale Kompetenz, kommunikative Kompetenz, Konfliktfähigkeit) mit auf ihren weiteren Lebensweg mitbekommen haben, kann der Alltagsunterricht kaum leisten. 

Auch interessant

Kommentare