Potenzial der Agenda 21 besser nützen!

Einigkeit herrschte bei den Freisinger OB-Kandidaten bei vielen der vorbereiteten Fragen. Unser Foto zeigt v.l.: Daniel Wilke (Linke), Eva Bönig (SPD), Tobias Eschenbacher (Freisinger Mitte), Benno Zierer (Freie Wähler), Rudolf Schwaiger (CSU), Helmut Priller (ödp), Sebastian Habermeyer (Die Grünen).

In e

iner weiteren Podiumsdiskussion stellten sich am Montagabend die sieben Kandidaten um die Wahl des Freisinger Oberbürgermeisters den Fragen des Arbeitskreises Energie und Klimaschutz der lokalen Agenda 21 in Freising. Die Veranstaltung wurde von der Geographielehrerin Ursula Zitzelsberger von der Karl-Meichelbeck-Realschule moderiert wurde. Die Kandidaten waren sich in viele Zielen einig, allein die Wege dorthin unterscheiden sich. Manfred Reuss, der Sprecher des Arbeitskreises Energie und Klimaschutz der Agenda 21 führte in die Podiumsdiskussion ein und betonte, dass in der Vergangenheit der Oberbürgermeister der Stadt Freising die Agenda 21 zur Chefsache gemacht hat. Deshalb hätte man sich entschlossen, diese Podiumsdiskussion durchzuführen und die Kandidaten zu befragen, wie sie sich die Zusammenarbeit mit der Agenda 21 vorstellen und wie sie zu deren Arbeit stehen. Zur Überraschung der OB-Kandidaten stellte Ursula Zitzelsberger eine Frage, die im vorbereiteten Fragenkatalog nicht enthalten war: „Ist Nachhaltigkeit ganz persönlich für Sie ein Thema“? Alle Kandidaten betonten, dass Nachhaltigkeit für sie eine Rolle spielt, sei es durch Energieeinsparung im häuslichen oder betrieblichen Bereich oder gesündere Ernährung mit weniger Fleischprodukten. Auch eine bewusstere Nutzung des Autos im täglichen Leben mit dem Ziel, weniger zu fahren und damit die Umwelt weniger zu belasten, war in den Antworten zu hören. Der erste Fragenkomplex befasste sich mit dem Thema: Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Agenda 21 und Bürgern. Hier waren sich alle Kandidaten einig, dass im Arbeitskreis der Agenda 21 ein großes Potenzial und viel Know-How vorhanden sind und dass dieses besser genützt werden muss. Eine enge und zukünftig noch bessere Zusammenarbeit wäre deshalb besonders wichtig. Voraussetzung dazu wäre jedoch auch eine aktivere Bürgerbeteiligung und die Verbesserung des Informationsflusses zwischen den Beteiligten. Aber auch der Abbau von Ressentiments zwischen den Mitgliedern des Stadtrates und den Mitgliedern des Arbeitskreises in der Agenda 21 wurde gefordert. Vorgeschlagen wird auch die Schaffung einer Stabstelle in der Stadtverwaltung, die für eine bessere Koordination zwischen Agenda 21 und Stadtrat zuständig sein soll. Eine weitere Möglichkeit der engeren Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Agenda 21 und den Bürgern der Stadt Freising wäre auch die Schaffung einer internetgebundenen Plattform. Im zweiten Fragenkomplex zum Thema Energie- und Klimaschutz wurden die Kandidaten befragt, welche Projekte für die Stadt Freising vorrangig sind und wie die Bürger zu diesem Thema besser sensibilisiert werden können. Auch hier waren sich alle Kandidaten einig, dass eine generelle Energieeinsparung das Hauptziel sein muss. Dies gälte nicht nur für die Stadt Freising selbst, sondern für alle, die in der Stadt und im Umland leben und arbeiten – sowohl private Haushalte als auch Handel und Gewerbe. Dazu gehöre nicht nur die energetische Sanierung von Gebäuden sondern auch die zusätzliche Gewinnung von Wärme und Energie aus erneuerbaren Ressourcen. Verschiedener Meinung waren die Kandidaten jedoch, als es darum ging, ob bei zukünftigen privaten und öffentlichen Bauvorhaben der Einbau von Solar- und Photovoltaik-Anlagen vorgeschrieben werden kann. Auch die Frage, inwieweit bei Neubauten die Ressourcen schonendere Holzbauweise vorgesehen werden sollte, wurde diskutiert. Hier wurde jedoch darauf hingewiesen, dass gerade im ländlich-bayerischen Bereich traditionell das Ziegelmauerwerk bevorzugt würde. Zur besonderen Erheiterung des Publikums trug der Kandidat von Bündnis 90/Die Grünen, Sebastian Habermeyer bei, der sich verwundert äußerte, von wie viel grünen Ideen der anderen Kandidaten er überholt werden würde.

Meistgelesen

100000 Euro für die Gemeinde Zolling
100000 Euro für die Gemeinde Zolling
Der Nachteil des sonnigen Wetters
Der Nachteil des sonnigen Wetters
Wo ist der Vermieter mit Herz?
Freising
Wo ist der Vermieter mit Herz?
Wo ist der Vermieter mit Herz?
Open-Air-Festival Erlbach III
Freising
Open-Air-Festival Erlbach III
Open-Air-Festival Erlbach III

Kommentare