Projekt "Etappe"

Neue Projekte auf dem Prüfstand

Schneiders Liste: Zusammen mit Diplom-Sozialpädagogin Heike Stadler geht Küchenchef Marcel Schneider die Anmeldungen für das Benefiz-Büffet zu Weiberfasching durch.

Marcel Schneider   ist der neue Küchenchef und Arbeitsanleiter beim Projekt „Etappe“ in der Freisinger Vimystraße. Mit zahlreichen Ideen will er neben dem sozialen Aspekt, Teilnehmer am Projekt wieder für den ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren, auch den Besuchern des angeschlossenen Cafés verschiedene neue Angebote machen.

Knapp 50 Gäste können Marcel Schneider, der neue Küchenchef im Beschäftigungsprojekt „Etappe“ in der Freisinger Vimystraße, und Sozialpädagogin Heike Stadler am Weiberfaschings-Donnerstag im angeschlossenen Café begrüßen. Ein Faschingsbuffet hatte sich Schneider ausgedacht, dessen Erlös einem karitativen Zweck zu Gute kam. Einen vergleichbaren Erfolg wünscht sich Schneider auch in Zukunft, denn mittelfristig will er mit seinem Team weitere Themenbuffets anbieten, ein tägliches Frühstück ist angedacht, und auch das Catering im Haus sowie als Lieferservice soll deutlich ausgebaut werden. Große Pläne, hinter denen aber Fragezeichen stehen, denn schließlich hat das Projekt „Etappe“ ja einen ganz eigenen Charakter: Hier werden junge arbeitslose Erwachsene so gut es geht wieder fit gemacht für den Arbeitsmarkt, gewöhnen sich an feste Tagesabläufe und Aufgaben und trainieren ihre Zuverlässigkeit. Dass das nicht ohne Rückschläge und auch Misserfolgserlebnisse vonstatten geht, liegt in der Natur des Konzepts. Vor diesem Hintergrund ist die langfristige Vermittlungsquote zurück in Arbeit von rund 15 Prozent durchaus als Erfolg zu werten. Aktuell sind neun „Teilnehmer“, wie die Beschäftigten genannt werden, im Einsatz, arbeiten in der Küche, im Service, als Hausmeister, Hauswirtschafter oder in der Logistik für „Etappe“ oder angeschlossene weitere Caritas-Betriebe wie das Gebrauchtwarenkaufhaus „Rentabel.“ „Eigentlich sollten es mehr sein“, sagt Schneider, der bis zum Jahreswechsel für den „Weißen Raben“ in München gearbeitet hat und nun mit nahtlosem Übergang im „Etappe“ gelandet ist. Mittelfristig will er prüfen, welche Ideen hier umsetzbar sind, denn auf Grund der besonderen Struktur ist nicht alles möglich. So ist beispielsweise Alkohol im ganzen Haus tabu, gesetzliche Vorgaben verbieten die Arbeit am Wochenende: „Wir werden sehen, was machbar ist, wenn ich mich mal in alles richtig reingefuchst habe“, so Schneider. Auch die Ausrüstung soll auf den Prüfstand, auf den Charme bunt zusammengewürfelter Teller und Bestecks könnte er durchaus verzichten. Doch das Beschäftigungsprojekt ist auf Spenden angewiesen, ein neuer Computer wird ebenso benötigt wie Lesestoff für das „Buchcafé“, in dem geschmökert werden kann, die Bücher aber auch zu erwerben sind. Geöffnet ist das Café in der Vimystraße gegenüber des Hofmiller-Gymnasiums von Montag bis Donnerstag von 9.30 bis 14.30 Uhr, warme Küche gibt‘s ab 11.30 Uhr.

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