Sind Radler wirklich die "Deppen"?

Der Weg ist das Ziel

Hier könnte schon bald ein Kreisverkehr eingerichtet sein: Die Abzweigung von Vötting nach Pulling.

Die Stadt Freising trägt sich nicht erst gestern mit dem Gedanken, einen Radweg von Vötting nach Giggenhausen entlang der Staatsstraße 2339 einzurichten. Ein mögliches Konzept wurde nun präsentiert: Auf insgesamt 6,2 Kilometer soll der Fahrradweg in einer Breite von 2,5 Metern vom bereits bestehenden Weg westlich des Fraunhofer Institutes südlich der Staatsstraße 2339 bis zur Grenze zum Gemeindegebiet Neufahrn geführt werden.

Von da ab fällt der zukünftige Radweg in den Zuständigkeitsbereich der Gemeinde Neufahrn und wird von dieser bis nach Giggenhausen weitergeführt. Weiterhin ist vorgesehen, den Radweg von der Staatsstraße 2339 auch bis nach Sünzhausen zu führen. Als Befestigung ist grundsätzlich ein Asphaltbelag und lediglich im bewaldeten Bereich unmittelbar vor Sünzhausen zum Schutz der Baumwurzeln eine hydraulisch gebundene Oberfläche vorgesehen. Allerdings gibt es bei dieser Führung des Radweges auch zwei Knackpunkte, und da waren manche Ausschussmitglieder mit den vorgestellten Plänen gar nicht einverstanden. Zum ersten schlagen die Planer vor, an der Abzweigung nach Pulling wegen der bereits bestehenden schlechten Sichtverhältnisse und der hohen Verkehrsbelastung einen Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 32 Metern einzubauen. Der geplante Radweg soll südlich an diesem Kreisverkehr vorbeigeführt werden und mit einer Querungshilfe über die Gemeindeverbindungsstraße nach Pulling versehen werden. Daran störte sich vor allem Ulrich Vogl (ödp), der als passionierter Radfahrer bemängelte, dass das wieder zum Nachteil der Radfahrer geplant würde. Und auch Manfred Drobny (Grüne) sprach sich vehement gegen diese Planung aus, da sie seiner Meinung nach wegen des notwendigen Grundstückkaufes sehr teuer werden würde und zu viel Platz brauche. „Das trage ich so nicht mit“, betonte er. Auch mit der geplanten Führung des Radweges an der Abzweigung nach Sünzhausen waren einige Ausschussmitglieder nicht einverstanden. Geplant ist, dass der Radweg nach Sünzhausen auf der südwestlichen Seite der Kreisstraße entlang geführt wird. Dies würde bedeuten, dass Radfahrer zunächst die Staatsstraße östlich der Abzweigung nach Sünzhausen überqueren müssen und dann anschließend wieder die Kreisstraße nach Sünzhausen. „Da ist man als Radfahrer gleich zweimal der Depp“, ereiferte sich Ulrich Vogl erneut und bemerkte zusätzlich, dass er sich schämen müsste, einer solchen Planung zuzustimmen. Auch Robert Weller (Freie Wähler), der Referent für nachhaltige Mobilität, konnte sich mit dieser Planung nicht anfreunden und schlug vor, den Radweg nach Sünzhausen auf der nordöstlichen Seite der Kreisstraße zu führen. Das Argument der Planer, dass auf dieser Seite ein Eingriff in den bestehenden Baumbestand notwendig wäre, ließ er mit dem Argument, dass es sich dabei ja nur um eine Plantage für Weihnachtsbäume handele, nicht gelten. Im Ausschuss einigte man sich deshalb darauf, dass die vorgelegte Feinplanung in diesen beiden Punkten noch einmal überprüft wird und dem Planungsausschuss erneut vorgelegt wird.

Quelle: freising-online

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