Rauchverbot in der Öffentlichkeit?

Mal schnell eine anzünden - wie lange noch?

Seit

Einführung des Rauchverbotes in öffentlichen Räumen sind Raucher gezwungen, ihrem Laster im Freien zu frönen. Egal ob es regnet oder schneit, sieht man Nikotinsklaven vor Krankenhäusern, Kaufhäusern, Geschäften, Wirtshäusern und Büros stehen und an ihren Glimmstängeln saugen. Nichtraucher, vor allem mit Kindern, beschweren sich, weil ihnen beim Betreten eines öffentlichen Gebäudes eine Rauchwolke den Atem nimmt. Sie fordern, dass der Genuss von Rauchwaren an öffentlichen Plätzen und vor öffentlichen Gebäuden verboten wird. Raucher halten dagegen, dass der Genuss anderer Suchtmittel wie Alkohol oder Koffein nicht beanstandet wird. Auch das Bundesgesundheitsamt warnt mit Hinweisen auf den Zigarettenschachteln und Tabak vor dem Tabakkonsum: „Rauchen fügt Ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu“. Wie Apotheker Peter Floßmann weiß, ist es wissenschaftlich erwiesen, dass passives Rauchen sogar schädlicher sein kann als das aktive. Bis heute gebe es außerdem keinen wissenschaftlichen Nachweis für einen positiven Effekt durch das Rauchen. Hingegen könne Alkohol – in Maßen genossen – der Gesundheit sogar förderlich sein. Ebenso Kaffee, wie neueste Forschungen belegten. Schrittweise wurde im Hinblick auf das Rauchen auch die Tabaksteuer erhöht. Angeblich soll so der volkswirtschaftliche Schaden für das Gesundheitssystem gemindert werden. Die Steuer liegt jetzt bei 73 Prozent des Kaufpreises und spült jährlich 14,3 Milliarden Euro in die Bundeskassen. Apotheker Peter Floßmann, Inhaber der Marien-Apotheke Freising: „Bei diesem Thema sind zwei schützenswerte Rechtsgüter gegeneinander abzuwägen: Das eine ist das Gemeinwohl und die Gesundheit von allen Bürgern, das andere ist das Recht auf persönliche Freiheit. Diese findet jedoch da ihre Grenzen, wo durch das Rauchen die Gesundheit von anderen gefährdet wird. Ein generelles Rauchverbot in der Öffentlichkeit durchzusetzen halte ich für problematisch“. Brigitte Kucinski, Schreibwarenhändlerin in der Freisinger Düwellstraße: „Ob das Rauchen in der Öffentlichkeit verboten werden kann, mag dahingestellt sein, aber das Rauchen zum Beispiel im eigenen Kfz zu verbieten, wie es jetzt diskutiert wird, halte ich für einen zu großen Eingriff in die persönliche Freiheit. Was das Rauchen vor den Supermärkten oder anderen öffentlich Gebäuden betrifft, sollte man den Rauchern eine Gelegenheit bieten, in einem Raum ihrer Gewohnheit nachgehen zu können“.

Quelle: freising-online

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