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Trotz Verkleinerung bleibt der Umsatz stabil

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Hatte gute Laune mitgebracht: Dekan Axel Windecker hatte die Aufgabe, die neuen Räume zu segnen.

Selbst die Experten des “Rentabel”-Teams hatten ihre Mühe, den Umzug des Gebrauchtwarenkaufhauses aus der Freisinger Moos- in die Kepserstraße zu bewältigen. Die Verkleinerung der Räumlichkeiten beschrieb die Caritas-Geschäftsführerin Carolin Dümer  sogar als “von einer Villa in eine Drei-Zimmer-Wohnung.” Dennoch sei der Kraftakt prima gelungen, auch der Umsatz stimmt.

“Auch in der Boomregion Freising haben viele Menschen nur das Nötigste”, mahnte Landrat Josef Hauner am vergangenen Mittwoch bei der offiziellen Einweihung des Gebrauchtwarenkaufhauses “Rentabel” am neuen Standort in der Kepserstraße. Die Notwendigkeit dieser Caritas-Einrichtung ist schon mit folgenden Zahlen belegt: 1500 Menschen im Landkreis beziehen Arbeitslosengeld II, 500 Sozialhilfe, weitere 700 Haushalte sind auf Wohngeld angewiesen. Diese Menschen sind die Zielgruppe von “Rentabel”, wo gebrauchte gut erhaltene Waren günstig erstanden werden können, zum Teil sogar nach Kilopreis.

Doch ist dies nicht der einzige wichtige Effekt, den das “Rentabel” bewirkt: Mindestens ebenso wichtig ist die Aufgabe, ein “Beschäftigungsprojekt” zu sein. Menschen mit Defiziten auf dem ersten Arbeitsmarkt finden hier eine Aufgabe und können sich so wieder fit machen für das Berufsleben. Das klappt immer öfter, wie die stellvertretende Fachdienstleiterin Andrea Lachner an einem Fallbeispiel klar machte.

Der Standort in der Freisinger Moosstraße musste aufgegeben werden, und es war nicht leicht, eine neue Heimat zu finden, betonte Caritas-Kreisgeschäftsführerin Carolin Dümer: “Wir haben in Freising eine schwierige Immobilienlage, also mussten wir uns verkleinern. Dennoch konnten wir den Umsatz am neuen Standort halten.” Das erschließe sich aus der infrastrukturell günstigen Lage in der Kepserstraße - zentraler, neben einem großen Supermarkt und mit einer Bushaltestelle vor der Tür. Trotzdem sehen die Zukunftsaussichten des Betriebs nicht rosig aus, das fortwährende Defizit gehört zum “Rentabel”. So musste der Landkreis in den vergangenen drei Jahren stets ein Finanzloch ausgleichen, die Kreisräte stimmten hier aber wohlwollend ab, weil sie, wie Hauner bestätigte, “von der Sinnhaftigkeit überzeugt” seien. 

Auch wenn sie diese Einstellung bereits kannte, ermutigte diese Aussage Carolin Dümer zur forschen Ankündigung: “Der nächste Antrag steht schon an! Rentabel ist ein Zeichen für soziale Wärme.” 

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