Katharina Herzogs „Romantasy“

Faye verlor ihr Herz an den Baum

Katharina Herzog am Black Beach von Vik y Myrdal, einem der Schauplätze des Romans.

Mit allen drei Sommerromanen eroberte Katharina Herzog die Spiegel-Bestsellerlisten. Nun ist der erste magisch-romantische Jugendroman der erfolgreichen Freisinger Autorin erschienen: Faye - Herz aus Licht und Lava“ spielt in Island.

„Faye - Herz aus Licht und Lava“ heißt der Jugendroman, den die Freisinger Autorin Katharina Herzog jetzt veröffentlicht hat. Und darum geht es in der Geschichte: Seit der Ankunft auf Island geschehen merkwürdige Dinge. Gleich am ersten Abend führt ein Schwarm Glühwürmchen Faye zu einer Lichtung, auf der ein uralter Baum steht. Der Sage nach soll hier der Eingang zur Elfenwelt sein. Aber vor Jahren wurde das Herz des Baumes gestohlen. Und jetzt stirbt er. Faye beschließt, den Baum zu retten. Keine leichte Aufgabe. Vor allem seitdem ihr der impulsive und jähzornige Aron über den Weg gelaufen ist. Wenn Faye wüsste, auf was für ein Abenteuer sie sich da einlässt... „Schicksal ist, wenn du etwas findest, was du nie gesucht hast – und dann feststellst, dass du nie etwas anderes wolltest.“ Dieses Zitat ist für Katharina Herzog das Motto des Romans. 

Denn so ging es nicht nur der 17-Jährigen Hauptfigur Faye, die nur widerwillig mit ihrer Mutter in den Herbstferien nach Island geflogen ist und ihr Herz an dieses raue, mystische Land und an Aron verlor. So ging es auch Katharina Herzog selbst: Einen Romantasy zu schreiben hatte die Autorin nämlich nie geplant. Aber jahrelang spukte diese Idee in ihrem Kopf herum, die Idee von einer magischen Nacht, in der die Grenzen zwischen den Welten verschwimmen. Sie ließ sich einfach nicht abschütteln. Irgendwann fing Katharina Herzogs Tochter an, sich für Fantasyromane zu begeistern. „Ich fände es so schön, wenn es auch in unserer Welt Magie geben würde“, sagte sie auf einer Autofahrt, und da wusste die Autorin, dass es so weit war: Die Geschichte musste endlich erzählt werden! Ein Setting war schnell gefunden: Island sollte es sein, denn dort wollte Katharina Herzog schon so lange einmal hin. Genau wie Faye war sie dem Land sehr schnell verfallen.

 „Eigentlich würde ich mich als eher rationalen Menschen bezeichnen“, erzählt sie, „aber in Island ist die Magie wirklich allgegenwärtig: Felsbrocken sehen aus wie versteinerte Riesen. Nebelwände tauchen von einer auf die andere Minute auf und verschwinden genauso schnell wieder. Es gibt einen See, dessen Pegel immer gleich hoch ist, egal, ob es trocken ist oder tagelang geregnet hat. In vielen Gärten stehen Elfenhäuschen.“ Magisch sind auch Wasserfälle, Geysire, Eislagunen, Vulkane, heiße Quellen und ein verlassenes Flugzeugwrack an einem schwarzen Strand. Dort spielt eine ihrer Lieblingsszenen. So gerne hätte sie ihrem Romantasy-Debut noch einen zweiten Band angehängt, weil ihr die Figuren so sehr ans Herz gewachsen sind: Faye, in der sie beim Schreiben immer etwas von ihrer mutigen und unangepassten Tochter gesehen hat. Aron, den dunklen Bad Boy, der seine helle Seite im Laufe des Romans immer weniger unterdrücken kann. 

Gunter, den vorlauten und viel zu klein geratenen Riesen. Den schusseligen und leicht kleptomanisch veranlagten Raben Hugin. Trotzdem hat sie sich dafür entschieden, sich von diesen Figuren zu verabschieden. „Ich bin nämlich fest davon überzeugt, dass die Geschichte das bestmögliche Happy-End schon bekommen hat“, erklärt Katharina Herzog. „Und das möchte ich nur ungern für einen zweiten Teil wieder zerstören.“ Sind denn weitere fantastische Bücher geplant, wollen wir wissen. „Auf jeden Fall“, verspricht die Autorin. „Ich habe sogar schon damit angefangen, die Geschichte zu planen, und ich könnte mir vorstellen, dass sie in den Karpaten spielt, der literarischen Heimat von Graf Dracula. Es wird magisch, romantisch und geheimnisvoll. Nur auf Vampire werden die Leser verzichten müssen. Es gibt nur eine neurotische Vampirfledermaus namens Hermann.“

Quelle: freising-online

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