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Potenzielle Lebensretter an der FOS/BOS Freising

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Die Typisierungsaktion an der FOS/BOS Freising war ein voller Erfolg - rund 300 Schülerinnen und Schüler zeigten ihre Hilfsbereitschaft und ließen sich bei der DKMS registrieren.

In Deutschland erkrankt alle 16 Minuten ein Mensch an Blutkrebs - darunter auch viele Kinder und Jugendliche. Meist ist die Übertragung gesunder Stammzellen die einzige Heilungschance. 20 Prozent der Betroffenen finden jedoch keinen passenden Spender. Aus diesem Grund läuft derzeit an zahlreichen bayerischen Schulen die Aktion „Leben spenden macht Schule“. Auch die Staatliche FOS/BOS Freising hat sich an dem Schulprojekt der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) beteiligt.

Die Aktion steht unter der Schirmherrschaft von Dr. Ludwig Spaenle, dem Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. Für den Landkreis Freising hat Landrat Michael Schwaiger die Schirmherrschaft übernommen. 

Durch ihr Schulprojekt möchte die DKMS Jugendliche ermutigen, soziales Engagement zu zeigen und gleichzeitig Blutkrebspatienten weltweit die Chance auf ein neues Leben geben. Rund 300 Schülerinnen und Schüler der zwölften und 13. Klassen, sowie mehrere Lehrer sind mit gutem Beispiel vorangegangen und haben an der Typisierung am vergangenen Dienstag teilgenommen. 

Zu diesem Zweck kamen am vergangenen Dienstag DKMS-Mitarbeiter in die Schule, um den spendenwilligen Schülern mit einem Wattestäbchen einen Wagenschleimhautabstrich zu nehmen und sie so zu registrieren. Die Gewebemerkmale werden anschließend in einem Labor analysiert und für die weltweite Spendersuche zur Verfügung gestellt. 

Die bloße Registrierung in der DKMS beinhaltet zunächst noch nicht die bindende Verpflichtung zu einer tatsächlichen Stammzellspende - darüber wird später entschieden. 

Durch ihr Schulprojekt möchte die DKMS Jugendliche ermutigen, soziales Engagement zu zeigen und gleichzeitig Blutkrebspatienten weltweit die Chance auf ein neues Leben geben. Nur sehr selten kommt es vor, dass zwei Menschen nahezu identische Gewebemerkmale haben und ein Blutkrebspatient seinen zum Überleben notwendigen Stammzellspender findet. Doch das ist nicht der einzige Grund. Viel zu wenig Menschen stehen als potenzielle Stammzellenspender überhaupt zur Verfügung, denn wer sich nicht in eine Spenderdatei aufnehmen lässt, kann auch nicht gefunden werden - kommt somit als Spender also erst gar nicht in Frage. 

Bereits im Vorfeld der Aktion wurde das Thema im Unterricht aufgearbeitet, wie Hans Sailer, Mitarbeiter der Schulleitung, erzählt: „Die Schüler wurden in den Fächern Religion und Ethik mit dem Thema konfrontiert. Teilweise waren die Schüler noch etwas vorsichtig und wollten sich das alles erst einmal ansehen. Die Bereitschaft zu der Registrierungsaktion ist aber insgesamt sehr groß, viele Schüler haben bereits aus ihrem Umfeld Erfahrungen damit gemacht.“  

So auch Julia Fritz, Schülerin der 13. Klasse an der FOS: „Ein Bekannter von mir ist an Leukämie erkrankt und deshalb ist es für mich selbstverständlich, dass ich mich registrieren lasse und falls ich dafür in Frage käme, auch spende“. 

Neben vielen Schülern haben sich auch zahlreiche Lehrer der FOS/BOS Freising typisieren lassen. Jeder, der sich als potenzieller Stammzellspender in die DKMS aufnehmen lässt, ist eine weitere große Chance für Patienten auf der ganzen Welt und kann vielleicht schon morgen ein Leben retten. 

Wichtig ist bei der Aktion allerdings auch die finanzielle Unterstützung: Die Kosten pro Typisierung belaufen sich auf 50 Euro, ein Anteil davon muss über die Schule abgedeckt werden. Da die Schule selbst aber über keine eigenen Mittel verfügt, hat die DKMS einen Schulfond eingerichtet, über den die Aktion mitfinanziert wird. 

Über folgendes Konto werden weiterhin noch Spenden für die Typisierungsaktion angenommen. 

Das Spendenkonto: 

Kreissparkasse Tübingen 

Konto: 1689 396

BLZ: 641 500 20 

Verwendungszweck: SBY 127 

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