Neubau und Sanierung in die Wege geleitet

Schwimmbad Moosburg: Spatenstich mit Sicherheitsabstand

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Offizielle Spatenstiche sind in Zeiten der Corona-Krise eine weiträumige Angelegenheit: die offiziellen Vertreter hielten sich mustergültig an die Abstandsregeln.

Für die heimische Wirtschaft kommt die große Investition der Stadt Moosburg in das Freibad und das neue Hallenbad gerade recht.

Moosburg- Am Tag des offiziellen ersten Spatenstichs nämlich hat die noch amtierende erste Bürgermeisterin Anita Meinelt ein Schreiben der Industrie- und Handelskammer auf den Tisch bekommen, indem diese dringend darum bittet, dass die Kommunen jetzt nicht angesichts der Krise aus den Vergaben aussteigen. Die Stadt wird das auch nicht mehr können: „Die Aufträge sind vergeben.“ Das Architekturbüro Eckert beziffert die Investitionssumme auf 12,2 Millionen Euro.

Investition trotz umstrittenem Standort

Darin enthalten ist nicht nur der Neubau des Hallenbades, sondern auch die Sanierung des Freibades. Die beiden öffentlichen Einrichtungen werden dicht beieinander liegen, Synergie-Effekte nutzen, und sich darum nach Aussage sowohl der ersten Bürgermeisterin als auch ihres Nachfolgers Josef Dollinger und des Fachplaners durchaus wirtschaftlich betreiben lassen.

 Noch einmal nahm die erste Bürgermeisterin ausführlich Stellung zum durchaus umstrittenen Standort. Hier sei das Bodengutachten eindeutig günstiger gewesen, und die Fachplaner ergänzten, dass die Erschließung an jetzt beschlossenen Standort ungleich günstiger komme als an dem zunächst angedachten Alternativstandort an dem Feldweg neben dem Freibad. 

Auf Nachfrage des Anzeigen-Forum betonte die erste Bürgermeisterin noch einmal, dass sich auch in der jetzt veränderten gesamtwirtschaftlichen Lage die Stadt diese Investition werde leisten können. 30 Millionen Euro an Rücklagen gestatten nach ihren Worten nicht nur diese Investition, sondern auch noch weitere Investitionen, wie ein Kinderhaus. Kredite werde die Stadt dafür nicht aufnehmen müssen, auf diese Feststellung legte sie besonderen Wert.

 So könne die Stadt tatsächlich nicht nur ihren Standort festigen, den Schulsport und die Vereine nachhaltig unterstützen, sondern eben auch dem örtlichen Handwerk eine echte Chance bieten. „Wenn die jetzt auch noch hops gehen, dann geht es uns wirklich schlecht!“ Josef Dollinger, für den die Beschäftigungssituation in der Stadt schon seit Jahren ein echtes Anliegen ist, unterstützte die Rathauschefin hierin nachdrücklich. Die übrigen Eckdaten sind bekannt: Edelstahlbecken mit 25 Metern Länge, Installation einer Anlage auf der Basis eines Blockheizkraftwerks mit Gasbetrieb. 

Der Pufferspeicher ist dermaßen groß dimensioniert, dass dieses Blockheizkraftwerk nur selten, dann aber für längere Zeit laufen kann. Das Becken im Hallenbad wird einen sogenannten Hubboden erhalten, der natürlich jeden Schwimmunterricht drastisch erleichtert. Variable Wassertiefen sind in vielen Lehrschwimmbecken heute Standard. 

Die Stadt Moosburg ist damit auf der Höhe der Zeit. Das praktisch gleichzeitig mit dem zitierten Schreiben der Industrie- und Handelskammer die kommunalen Spitzenverbände eine Warnung veröffentlicht haben, dass den Kommunen jetzt die Steuereinnahmen wegbrechen werden, war der Rathauschef in ebenfalls nicht entgangen. Sie zeigte sich aber überzeugt und optimistisch, dass die Stadt, die bekanntlich auch die Finanzkrise schon gemeistert hat, auch hier nicht in eine finanzielle Schieflage kommen werde.

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