Städtepartnerschaft mit Innichen

Eine „intensive Selbstverständlichkeit“

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Gelebte Partnerschaft! Unser Foto zeigt v.l. Werner Krammer, Bürgermeister Waidhofen an der Ybbs; Freisings Alt-Oberbürgermeister Dieter Thalhammer, Josef Passler, Alt-Bürgermeister Innichen; Kulturreferent Hubert Hierl; Rosmarie Burgmann, Bürgermeisterin Innichen und OB Tobias Eschenbacher. 

Am 21. November 2008 unterschrieben der Freisinger Oberbürgermeister Dieter Thalhammer, der Waidhofener Bürgermeister Wolfgang Mair und der Innichener Bürgermeister Josef Passler eine Urkunde, mit der die Partnerschaft der drei Städte beschlossen wurde. Zehn Jahre und ein Tag später, am 22. November 2018 wurde das Jubiläum mit einem Festakt im Pavillon der Freisinger Musikschule gefeiert - auch mit der Innichener Volkstanzgruppe.

Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher betonte bei der Festrede zur Feier „Zehn Jahre Städtepartnerschaft Freising-Innichen“, dass die Städte die vergangenen zehn Jahre genützt haben, um die Partnerschaft zu vertiefen und die Beziehungen mit immer mehr Mitspielern auszuweiten. „Tatsächlich sind unsere gegenseitigen Beziehungen zu einer intensiven Selbstverständlichkeit geworden“, betonte er, wies aber auch darauf hin, dass dieser Ausdruck nicht missverstanden werden solle. „Städtefreundschaften und Städtepartnerschaften sind eine unverzichtbare Chance, Europa gelingen zu lassen“, hob er weiter hervor und machte damit sehr deutlich, wie unverzichtbar solche Partnerschaften für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des europäischen Gedankens sind.

 Eschenbacher machte aber auch klar, dass die europäische Einigung nicht nur eine gemeinsame Währung und offene Grenzen gebracht habe, sondern auch die Probleme einer gemeinsamen Europa-Politik, die bisweilen Ablehnung und Ängste hervorrufen.„Gerade jetzt ist das gelebte europäische Miteinander unserer Städte und Gemeinden und ihren Bürgerinnen und Bürgern von allergrößter Bedeutung. Lassen wir uns nicht von schrillen politischen Äußerungen einzelner Parteien und Gruppierungen in den jeweiligen Ländern von unserem Kurs abbringen“, forderte er. In ihren Grußworten erinnerten Rosmarie Burgmann, die Bürgermeisterin von Innichen, und Werner Krammer, der Bürgermeister von Waidhofen an die über 1000jährige gemeinsame Geschichte der drei Städte.

 Burgmann nützte die Gelegenheit, sich nochmals für die unkomplizierte und tatkräftige Unterstützung durch die Freisinger Feuerwehr am 31. Oktober, als Innichen von einer Unwetterkatastrophe heimgesucht wurde. „Unsere Bürgerinnen und Bürger waren von dieser spontanen Hilfe, die für die Betroffenen Zuversicht geschaffen hat, überwältigt“, so Burgmann. Werner Krammer schilderte, dass vor gut 500 Jahren Freising einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Waidhofener Region geleistet hat und damals wegen der Eisenproduktion Waidhofen ein Lieblingskind der Freisinger Bischöfe gewesen sei. Deshalb gebe es auch in Waidhofener Stadtwappen den Freisinger Mohr. 

Er nannte die gemeinsame Städtepartnerschaft ein „Paradebeispiel für ein vereintes Europa, das zu keiner Routineangelegenheit werden dürfe“. „Verträge darf man nicht nur niederschreiben, sondern man muss sie leben“, so seine Aufforderung.Zur Unterhaltung trugen an diesem Abend nicht nur Musikanten der Freisinger Stadtkapelle bei, auch die beiden Partnerstädte hatten mit der Volkstanzgruppe aus Innichen und der Ybbs Valley Brass einen kulturellen Beitrag aus ihrer Heimat mitgebracht, der die vielen Gäste begeisterte und zu lang anhaltendem Beifall animierte.

Quelle: freising-online

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