Seniorenbeirat Moosburg

Alles muss auf Null gestellt werden!

Fast schon ein Erinnerungsfoto: Der Seniorenbeirat der Stadt Moosburg muss komplett neu gewählt werden, weil alle aktuellen Mitglieder aufhören.

Der Seniorenbeirat der Stadt Moosburg braucht einen kompletten Neuanfang. Alle sechs Mitglieder des Gremiums hören auf, aber nicht etwa, weil es Ärger gegeben hat, sondern weil ihnen gesundheitliche Probleme entweder bei sich selbst oder in der Familie die Fortführung dieses Ehrenamtes nicht gestatten.

Angedeutet hatte sich das wie berichtet schon vor Monaten, jetzt ist es amtlich. Das neue Gremium wird in der zweiten Augusthälfte gewählt, ein genauer Termin steht noch nicht fest. Ab 60 Jahren besitzen Moosburgerinnen und Moosburger das aktive und passive Wahlrecht. Wer sich für die Belange dieser Generation einsetzen will hat verschiedene Möglichkeiten, das kund zu tun: Er kann in die Sprechstunde des Seniorenbeirats kommen, die immer am ersten Montag in Monat von 15 bis 16 Uhr im Rathaus ist, und zwar barrierefrei über einen Aufzug zugänglich über den Eingang bei der Hypo-Vereinsbank im dritten Stock. Er kann sich aber auch direkt an das Vorzimmer der ersten Bürgermeisterin wenden: Durchwahl wäre hier die 684-11. Oder er wendet sich an die Seniorenbeauftragte Karin Linz, entweder per Mail karin@linz-online.de oder über das Festnetz mit der Nummer 08761/70309 oder übers Mobilfunknetz 0172/7340409. Bewerbungen oder Wahlvorschläge sollten bis Mitte Juli bei der Stadt vorliegen, denn dann kann der Stadtrat in seiner Sitzung am 25. Juli noch möglicherweise nötige Beschlüsse fassen. Das wäre dann der Fall, wenn sich keine sechs Ehrenamtlichen finden sollten. Die Geschäftsordnung, die der Stadtrat zu beschließen hat, sieht nämlich aktuell vor, dass es sechs Mitglieder des Gremiums sein sollten. Anita Meinelt würde sich freuen, wenn es eine echte Wahl geben könnte. Das aber setzt eine Mindestzahl von sieben Bewerbern voraus. Gleichwohl meinte sie vor der Presse: „Wer auch immer sich da bewirbt, der tritt in große Fußstapfen.“ Das ist sicher richtig, denn der amtierende Seniorenbeirat hat enorm erfolgreich gearbeitet. Und er hat, das bestätigten gleich mehrere Redner, auch sehr viel Dankbarkeit erfahren. Das gilt vor allem für die intensive Beratungsarbeit. Seniorenreferentin Karin Linz hob hervor, dass es auch ein großes Vertrauen in der Bevölkerung in den Seniorenbeirat gebe, immerhin habe dieser sich um das Thema „Patientenverfügung“ schwerpunktmäßig gekümmert, aber eben auch eine Reihe weiterer guter Veranstaltungen organisiert. Vorsitzender ist noch Erich Böck, und der machte deutlich, dass auch er ein großes Interesse an einer Fortführung der Arbeit hat. So bot er einem neuen Seniorenbeirat seine Unterstützung an. „Es war uns klar: Wenn der Seniorenbeirat als gesamtes aufhört gibt das Probleme“, gab er zu verstehen. Es habe aber auch ein ausgezeichnetes Arbeitsklima bestanden, berichtete er weiter. Das habe die Sache enorm erleichtert. Karin Linz hatte eine interessante Zahl zu nennen: Den Seniorenbeirat gibt es seit 2003. Es solle auf jeden Fall diese wichtige Arbeit fortgesetzt werden.

Auch interessant:

Kommentare