Urkunde

Stadtbildpflegepreis: Das Vorzeigeheim der Familie Reisch

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Unser Foto zeigt v.l. Architekt Reinhard Fiedler (links), Vorsitzender Bernhard Reiml (2.v.l.) und das Ehepaar Elisabeth und Thomas Reisch mit ihrem Sohn Max-Emanuel. 

Das Ehepaar Elisabeth und Thomas Reisch sowie Architekt Reinhard Fiedler sind die diesjährigen Preisträger des Freisinger Stadtbildpflegepreises, den der Verein Stadtheimatpflege in diesem Jahr zum achten Mal vergeben hat.

Jetzt überreichte Bernhard Reiml, der Vorsitzende des Vereins, die Urkunden an die Preisträger vor deren Anwesen in der Unteren Hauptstraße. Wie Reiml beim Vorlesen der Urkunde betonte, leisteten die Preisträger mit der Instandsetzung der beiden Anwesen, deren Erbauung in das 16. Jahrhundert zu datieren ist, einen wertvollen Beitrag zum Erhalt des historischen Stadtorganismus.

In der Urkunde heißt es weiter, dass die Bauherren eine hervorragende Bauforschung betrieben haben, deren Ergebnis die Sanierungsmaßnahme theoretisch untermauerte. In enger Anlehnung an die Prinzipien der Denkmalpflege wurde historische Substanz aus den unterschiedlichen Bau- und Umbauphasen erhalten, teils bewusst inszeniert, zudem auch vorsichtig neu interpretiert. Bei seiner Laudatio wies der ehemalige Stadtheimatpfleger Norbert Zanker auf die unmittelbaren Nachbargebäude hin, die das Gefüge der historischen Häuser in der Unteren Hauptstraße nicht nur stören und die Struktur der Altstadt kaputt machen würden, sondern darüber hinaus auch noch „greislich und sehr groß“ wären.

"Geschichte der Häuser ist ablesbar"

Dagegen würden sich die Häuser der Preisträger gut in das Umfeld einfügen und vor allem dem danebenliegenden Eckhaus auch seine Bedeutung lassen. „Die Geschichte der beiden Häuser ist von außen ablesbar“, betonte er und erklärte, dass man im 16. Jahrhundert nur eingeschossige Häuser gebaut hat.

Nach dem 30-jährigen Krieg habe man dann ein weiteres Geschoss aufgestockt und ab dem Jahr 1900 dann auf dem der Straßenseite zugewandten Baukörper wiederum ein weiteres Geschoss hinzugefügt, was für Freising in der damaligen Zeit typisch gewesen sei.

Quelle: freising-online

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