Bürgerinitiative Attaching

Ein Korb aus München

Nicht nur die Bürgerinitiative Attaching ist zum Jahresbeginn im Widerstand gegen den geplanten Bau der Dritten Startbahn sehr aktiv - am heutigen Montag ist das Aktionsbündnis „AufgeMUCkt“ zur Mahnwache bei der CSU-Klausurtagung in Wildbad Kreuth.

Rumms! Die Bürgerinitiative Attching, die seit über zehn Jahren gegen den geplanten Bau der Dritten Startbahn am Münchner Flughafen aktiv ist und beharrlich Widerstand gegen die Ausbaupläne leistet, hat einen niederschmetternden Brief von der CSU-Landtagsfraktion im Maximilianeum erhalten. Die Initiative hatte alle 101 CSU-Abgeordneten eingeladen, die für Mittwoch, 24. Februar, angesetzte Fraktionssitzung als Lokaltermin in Attaching abzuhalten, um auf diese Weise - ähnlich wie im vergangenen Oktober Landesvater Horst Seehofer - die Parlamentäre vor Ort von den zu erwartenden Mehrbelastungen zu überzeugen. Nix war‘s - der CSU-Fraktionsvorsitzende Thomas Kreuzer hat dem Vorhaben eine Absage erteilt mit der Begründung, dies entspräche nicht den Gepflogenheiten der CSU-Fraktion. Diese Sitzungen seien vornehmlich der internen Willensbildung der Fraktion vorbehalten. Damit fühlen sich die Mitglieder der BI Attaching ungerecht behandelt, denn im Juni 2014 hatte eine vergleichbare Sitzung am Münchner Flughafen zusammen mit dessen Chef Dr. Michael Kerkloh stattgefunden. Im Gegenzug wurde aber die Bürgerinitiative nach München eingeladen.

Der Besuch des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer im vergangenen Oktober hatte den Gegner der geplanten Dritten Startbahn am Münchner Flughafen Mut gemacht. Der Landesvater hatte mit echtem Interesse und dem Angebot zum Dialog auf die Argumente der organisierten Betroffenen reagiert. Dies gab der Bürgerinitiative Attaching nun ausreichend Optimismus, nach Seehofer die gesamte CSU-Fraktion im Landtag nach Attaching einzuladen. Die Post aus dem Maximilianeum brachte aber nicht das erhoffte Ergebnis: Fraktionsvorsitzender Thomas Kreuzer lehnte das Angebot ab, lud die Gegner im Gegenzug nach München ein. Wie BI-Sprecher Michael Buchberger mitteilt, werden die Gegner dies annehmen, dennoch bleibt eine gehörige Portion Bitternis auf dieses „Nein“, vor allem, weil vor gut eineinhalb Jahren sehr wohl eine Fraktionssitzung außerhalb des Parlaments stattgefunden hatte: Am Flughafen mit Dr. Michael Kerkloh. Aber: Die Fraktionssitzung am Flughafen München im Juni 2014 stelle eine Ausnahme dar, teilte Kreuzer schriftlich mit. Auch bei dieser Sitzung wäre die interne Beratung der aktuellen politischen Tagesordnungspunkte, nicht das Gespräch mit den Verantwortlichen der Flughafen München GmbH im Vordergrund gestanden. Eine Begründung, die Buchberger die Stirn runzeln lässt: „Für uns sehr verwunderlich ist aber, die Differenz zwischen den Aussagen im Schreiben von Herrn Kreuzer und der Berichterstattung zur Fraktionssitzung am Flughafen München vom Juni 2014. Die veröffentlichten Fotos vermitteln uns nicht das Bild von internen Beratungen der aktuellen politischen Tagesordnungspunkte“.

Quelle: freising-online

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