Entscheidung über den Kreis-Chef

Stichwahl: Helmut Petz ist der neue Landrat für Freising

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Deutlicher Erfolg in der Stichwahl: Der Freie Wähler Helmut Petz ist der neue Landrat im Kreis Freising. 

Helmut Petz von den Freien Wählern wird ab dem 1. Mai Nachfolger von Josef Hauner als Landrat sein.

Freising- Mit 59,7 Prozent gewann er am Sonntag die Stichwahl überlegen gegen seinen Mitbewerber Manuel Mück von der CSU, der nur 40,3 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen konnte. Schon als kurz vor 19 Uhr die ersten Ergebnisse auf der extra eingerichteten Wahlergebnisseite der Landkreisverwaltung bekannt gegeben wurde, führte Petz deutlich vor Mück und konnte dieses Ergebnis auch bis zum Ende der Auszählung kurz vor 21 Uhr halten. 

Helmut Petz: Überrascht vom Wahlsieg

Für Helmut Petz war das Ergebnis „überraschend und angesichts der bestehenden Coronakrise und der nur als Briefwahl durchgeführte Stichwahl nicht einschätzbar“. Er ist aber davon überzeugt, dass vor allem seine persönlichen und beruflichen Erfahrungen als Richter am Bundesverwaltungsgericht und als früherer Abteilungsleiter im Freisinger Landratsamt für den Wahlsieg schon ausschlaggebend waren. 

„Mir liegt der Landkreis Freising sehr am Herzen und ich freue mich, wieder ins Landratsamt zurückzukommen“, erklärte er am Montag. Vor allem will er die vor ihm liegende Amtszeit von sechs Jahren nutzen, um „mit voller Kraft voraus“ sachorientierte Politik zu betreiben. Dabei will er vor allem den fairen Stil seines Vorgängers Josef Hauner fortsetzen und im Kreistag kollegial zusammenarbeiten.

Manuel Mück: Enttäuscht wegen fehlender Unterstützung

 „Ich bin schon enttäuscht“, erklärte Manuel Mück am Montag sein schlechtes Abschneiden. Als Gründe nannte er nicht nur, dass es seine Partei immer schwerer hat, sich in Wahlen durchzusetzen, sondern auch, dass die Freien Wähler mehr Unterstützung von Anhänger der anderen Parteien und Gruppierungen erhalten konnte. „Ganz deutlich sieht man dies am Ergebnis der Stadt Freising“, erklärte er. Obwohl er vor der Stichwahl noch viel im Norden des Freisinger Landkreises unterwegs gewesen sei, haben ihn die Resultate vor allem in den nördlichen Landkreisgemeinden überrascht. 

„Der Norden ist sonst eine sichere Bank“, wunderte er sich und fügte an, dass es möglicherweise auch an der doch recht geringen Wahlbeteiligung mit 50,9 Prozent gelegen habe und sich viele Wähler in Sicherheit gewogen haben, weil er bei der ersten Wahl deutlich als Sieger hervorgegangen ist. Tatsächlich konnte Mück in nur fünf Landkreisgemeinden die Mehrheit der abgegebenen Stimmen erringen. Neben seiner Heimatgemeinde Allershausen (74,8 Prozent) waren dies Hohenkammer 71,9 Prozent), Kirchdorf (55,9 Prozent), Kranzberg 52,4 Prozent) und Paunzhausen 55,2 Prozent).

Quelle: freising-online

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