Voller Einsatz gegen die Pandemie

Technisches Hilfswerk: Im steten Kampf gegen Corona

In der Einsatzzentrale werden die Maßnahmen detailliert festgelegt.

Seit 60 Tagen ist das THW Freising nun schon im Corona-Einsatz im Landkreis Freising im Auftrag der Führungsgruppe Katastrophenschutz und zur Abwicklung von bisher 55 Einsatzaufträgen des THW-Landesverbands Bayern. Bisher sind dafür im THW Freising 6302 ehrenamtliche Einsatzstunden, geleistet von kumuliert 575 Freisinger THW-Einsatzkräften, geleistet worden. Und ein Ende des Einsatzes ist bisher nicht absehbar.

Freising- Seit Ende 2019 greift das neuartige Corona-Virus weltweit um sich. Spätestens Anfang März zeichnete sich auch im Landkreis ab, dass diese Pandemie zu einem Einsatz des Katastrophenschutzes führen würde. Anfang März trafen sich deshalb die Leiter der Hilfsorganisationen, Kreisbrandrat Danner, THW-Ortsbeauftragter Wüst, BRK-Kreisgeschäftsführer Söhl und JUH-Ortsbeauftragter Merkel zu einer ersten Abstimmung und Lagebesprechung zusammen. 

Hilfsorganisationen: In Krisenzeiten zusammen halten

Dieses frühe, vom Kreisbrandrat initiierte, Treffen kennzeichnet die engen Zusammenarbeit der Freisinger Hilfsorganisationen. Mit der Feststellung der Katastrophe durch den Bayrischen Ministerpräsidenten Dr. Söder nahm im Ortsverband Freising der LuK-Stab „Logistik“ die Arbeit auf. In Absprache mit dem LuK-Stab des Ortsverbands erteilte die Führungsgruppe Katastrophenschutz dem THW Freising den Auftrag, die landkreisweite Logistik für Schutzgüter zu übernehmen. 

Seit Einsatzbeginn Mitte März haben die bisher kumulativ eingesetzten 575 Freisinger THW-Kräfte an bisher 58 Einsatztagen mit täglich vorrangig fünf Einsatzfahrzeugen insgesamt 392582 Teile aus 30 unterschiedlichen Produkten mit 588 Auslieferungen (=Lieferscheine) an 151 bevorrechtigte Empfänger im Landkreis ausgeliefert. Parallel wurden vom THW für den Landkreis Freising insg. 992.487 Teile aus 87 Lieferungen bzw. Abholungen angenommen (62 Abholungen durch das THW Freising, vor allem aus dem Bayerischen Auslieferlager des LGL) und kommissioniert. 

Das Technische Hilfswerk kümmert sich um die Flächendesinfektion.

Weiteste Abholung waren Schutzkittel für Mitarbeiter in Krankenhäusern und Pflegeheimen vom Flughafen Frankfurt und OP Mund-/Naseschutz aus Limburg/Lahn. Beide Abholungen erfolgten in Zusammenarbeit mit dem THW OV Obernburg im Rendezvous-Verfahren, bedeutet die Waren wurden auf der Hälfte der Strecke umgeladen und heimtransportiert. Aus Sicherheitsgründen erfolgten diese Umladungen unter Polizeischutz. Insgesamt wurden bis heute 55 Einsatzaufträge der THW-Regionalstelle München zusätzlich abgearbeitet.

Im Corona-Einsatz legten die 13 bisher eingesetzten Fahrzeuge des THW Freising insgesamt seit 16. März bis heute 14092 Kilometer zurück! Eine besondere Herausforderung stellt die Corona-Pandemie natürlich generell für das THW Freising, dass ausschließlich ehrenamtlich und von dem Miteinander seiner Einsatzkräfte getragen ist, dar. Die üblicherweise 14-tägig stattfindenden Ausbildungen sind ebenso seit Anfang März ausgesetzt wie technische Dienste und jede Art von Besprechung. 

Seitdem finden nur noch absolut notwendige Maßnahmen zur Einsatzvorbereitung und zum Erhalt der Einsatzbereitschaft mit kleinen Mannschaften unter Berücksichtigung der Schutzvorschriften statt. Neben einem Corona-Newsletter, den alle Helferinnen und Helfer erhalten, wird über die Online-Konferenzsoftware Teams Führungskräftebesprechungen durchgeführt und auch ein Helferstammtisch abgehalten, in dem über die aktuelle Lage informiert wird. 

Das THW Freising hat sich und seine Logistikabwicklung in der Corona-Pandemie so strukturiert und aufgestellt, dass dieser Einsatz auch noch wochenlang weitergeführt werden kann. Hier gebührt für die massive Belastung der betroffenen Arbeitgeber und vor allem den Familien der eingesetzten Kräfte höchster Respekt.

Quelle: freising-online

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