Landkreis-Tierheim

Die Zielgerade ist in Sicht

Joseph Popp, Vorsitzender des Tierschutzvereins Freising, kann das Tierheim schon vor sich sehen. Wieder begeht er das Gelände, auf dem gebaut werden soll.

In diesen Wochen will der Tierschutzverein Freising endlich die Finanzierung für den Tierheimneubau abschließen. Im Februar sollen die Erschließungsarbeiten begonnen werden, damit der eigentliche Bau los gehen kann. Ohne diese Erschließungsstraße von der B11 her und die Stromversorgung sei an einen Baubeginn für das eigentliche Tierheim nicht zu denken, so Vorsitzender Joseph Popp auf FORUM-Anfrage zum Sachstand. Er rechne mit einer Baugenehmigung im Februar, spätestens März. „Wir schuften wie die Blöden“ meinte der Vorsitzende in diesem FORUM-Gespräch und hatte ein großes Problem bei der Sache: Die ganze Arbeit, die hier im Hintergrund laufe, sehe praktisch keiner, was schon zu Kritik am Verein geführt habe. Dabei könne er bald ein Buch schreiben über die Knüppel, die einem bei einem solchen Vorhaben zwischen die Beine geworfen würden. „Was ich in den lvergangenen vier Jahren erlebt habe, das kann man sich nicht vorstellen!“

Es kostet Kraft, Nerven und viel viel Geld. Der Tierschutzverein Freising sieht beim geplanten Bau des Landkreis-Tierheims langsam Licht am Ende des Tunnels. Das gibt dem Vorsitzenden Joseph Popp wieder neuen Schwung. Eine Kostprobe der Hürden, die im Weg zum Bau stehen: Erst vor wenigen Wochen habe es Widerstand gegeben, weil angeblich Rebhühner auf dem Gelände, das für das Tierheim vorgesehen sei, beheimatet seien. „Die sind natürlich geschützt, da mussten dann wieder Gutachten her.“ Bis die ganzen Verträge mit den 15 Gemeinden, die jetzt mitmachen, auch von der Kommunalaufsicht genehmigt worden seien, das habe eine ganze Zeit gedauert. „Das sind kreditähnliche Geschäfte, die müssen vom Landratsamt genehmigt werden“, erläuterte er hierzu. Das sei jetzt endlich auch durch, genau wie die Fundtierverträge und anderes mehr. Wieder andere bürokratische Hürden nannte der Vorsitzende sogar ausdrücklich „sinnvoll und richtig“, und das betraf die ganze Thematik des Veterinäramts, das beim Landratsamt beheimatet ist und seinen Segen auch geben musste. „Da sind viele Vorschriften, die sind sinnvoll, die müssen sein, aber das macht eben Arbeit.“ Mit mehreren Besprechungen im Landratsamt habe das Thema abgearbeitet werden können. Dass die Reptilienstation, die nebendran von einem anderen Träger gebaut werden sollte, jetzt erst einmal nicht kommt, ist auch so ein Thema. Kommt sie, können die Erschließungskosten von immerhin einer viertel Million Euro geteilt werden, was für den Tierschutzverein eine Menge Geld ist. Popp muss sich auch weiterhin um Spenden bemühen und Patenschaften. Letztere sind ein spezielles Angebot an die Wirtschaft. Unternehmen können Patenschaften etwa für einen ganzen Zwinger übernehmen, wo dann auch großflächig für diese Firma Werbung gemacht werden wird. Die ersten hätten hier schon zugegriffen, berichtete Popp, aber er machte auch deutlich, dass weitere Plätze noch frei seien. Was den weiteren zeitlichen Ablauf angeht teilte er mit: „Wir gehen jetzt in die Werkplanung.“ Das seien tatsächlich schon die Details, etwa, welche Steckdosen und welche Wasserhähne wohin müssen.

Quelle: freising-online

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