Der eigene Erfolg als Grundlage

Tobias Eschenbacher verteidigt den Bürgermeistertitel

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Zwei Kandidaten für eine Gruppierung: Tobias Eschenbacher und Birgit Mooser-Niefanger.

Seit acht Jahren gestaltet die „Freisinger Mitte“ die Politik der Stadt maßgeblich mit und stellt mit Tobias Eschenbacher auch den Oberbürgermeister. Eschenbacher geht in die Kommunalwahlen im kommenden März als Titelverteidiger, mit Birgit Mooser-Niefanger will die „Freisinger Mitte“ jetzt aber auch die Landrätin stellen.

Die Freisinger Mitte (FSM) ist seit gut acht Jahren im Stadtrat und hat dort Erfahrung in der Kommunalpolitik gesammelt. „Wir haben von Anfang an versucht, umfangreich zu informieren und die Themen sachlich und objektiv anzugehen. Wir haben viel erreicht und sind gut damit gefahren, auch die anderen Parteien mit einzubinden“, so Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher bei der Vorstellung des Wahlprogramms der FSM in der vergangenen Woche, die er gemeinsam mit Birgit Mooser-Niefanger, die bekanntlich als Landratskandidatin ins Rennen geht. Auch wenn man die Politik der vergangenen Jahre gemeinsam mit den anderen Parteien gestaltet habe, so habe die FSM dabei eine führende Rolle gespielt und wohlüberlegte Abwägungsentscheidungen mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit getroffen. „Es ist viel passiert, und der Erfolg gibt uns recht“, fuhr Eschenbacher fort und wies darauf hin, dass viele Themen auch innerhalb der FSM kontrovers diskutiert worden seien. 

Mit einer gut 50-seitigen Broschüre und insgesamt 13 Themen geht die FSM nun in den Wahlkampf um die Sitze im Stadtrat und auch um das Amt des Oberbürgermeisters, für das Eschenbacher wieder kandidiert. Mit der Broschüre will die FSM die Freisinger darüber informieren, was man in der ablaufenden Legislaturperiode geschafft hat, wo man im Augenblick steht und was noch erreicht werden soll. „Im Vordergrund stehen dabei immer Nachhaltigkeit und Ausgeglichenheit“, betont Eschenbacher. Bürgerbeteiligung und Informationspolitik ist für die FSM auch in Zukunft ein wichtiges Thema. Deshalb sollen die Öffnungszeiten des Bürgerbüros nachfrageorientierter gestaltet werden und auch innerhalb der Verwaltung eine bessere Erreichbarkeit ermöglicht werden. Im Bereich Haushalt und Finanzen will die FSM Verwaltungsprozesse vereinfachen und eine nachhaltige Finanzplanung unter Berücksichtigung der konjunkturellen Entwicklung durchsetzen. Gleichzeitig soll die Neuverschuldung auf ein notwendiges Mindestmaß beschränkt werden. Bei der weiteren Stadtentwicklung sollen Konzepte und Maßnahmen für alle Stadt- und Ortsteile entwickelt werden. Priorität genießt dabei das Bahnhofsareal, das hinsichtlich Mobilität, Wohnen und Naherholung überplant werden soll. 

Verbesserungen will man bei der FSM vor allem im Bereich Mobilität und Verkehr erreichen. Dazu gehört insbesondere die beidseitige barrierefreie Umgestaltung am ehemaligen Bahnposten 15 sowie der weitere Ausbau der Infrastruktur für E-Bikes und des Radwegenetzes und dessen Sicherheitsoptimierung. Neben dem Bau des südlichen Isarstegs gehört zu den Plänen der FSM auch die Überplanung des bestehenden Park&Ride-Platzes, die Optimierung der Linienführung und Taktung der Busverbindungen, die Planung eines Tunnels für Busse, Fußgänger und Radfahrer zwischen Bahnhof und Lerchenfeld sowie weitere Verbesserungen beim ÖPNV. Bei Bildung und Erziehung soll ein weiterer Ausbau von Kindertagesstätten und der Ausbau der Ganztagesbetreuung in Schulen sowie eine angemessene Ausstattung in allen Einrichtungen verwirklicht werden. Weiterhin soll eine ausreichende Anzahl an qualifiziertem Personal gewonnen und das Konzept der digitalen Schule zügig umgesetzt werden. 

Bei Umwelt und Klimaschutz will die FSM einen weiteren Ausbau energieeffizienter Maßnahmen im Wohn- und Quartiersmanagement erreichen. Bezüglich Flughafen und 3. Startbahn hofft die FSM auf eine endgültige politische Entscheidung gegen den Bau und will mit der Flughafengesellschaft einen sachlichen Diskurs zur angespannten und durch den Flughafen verursachten Wohn- und Verkehrssituation. Um den angespannten Wohnungsmarkt zu entlasten, soll nach Willen der FSM das noch freie Baugebiet im Steinpark an eine Wohnbaugenossenschaft in Verbindung mit öffentlich geförderten Wohnungen vergeben werden. Weiterhin sollen zusätzliche Baugebiete erschlossen werden und in den Ortsteilen eine Nachverdichtung erfolgen sowie Ortsabrundungen ermöglicht werden. Kontinuierliche und eine weitere Verbesserung in Teilhabe und Barrierefreiheit sind Ziel der FSM beim Thema Gesellschaftliches Miteinander. Dazu gehören auch die Förderung des Ehrenamtes sowie die Realisierung eine Programmkinos in der Innenstadt. Bei Naherholung und Sport soll das Integrierte Sportentwicklungskonzept sowie die Ideen der einzelnen Sportvereine umgesetzt werden, sowie weitere Räume und Zonen für Erholung, Entspannung und Ruhe geschaffen werden. 

Bei Kultur und Tourismus will man vor allem eine zentrumsnahe Jugendherberge realisieren und die Infrastruktur für Wohnmobile ausbauen. Langfristig soll auch ein Campingplatz geplant werden. Als Stadt mit einem großen Universitätscampus gilt es vor allem, neue Wohnungen für Studenten zu schaffen. Langfristig soll auch ein großes Kongresszentrum gebaut werden. Letztendlich soll auch im Bereich Digitalisierung eine bessere Mobilfunkerreichbarkeit insbesondere im Freisinger Norden erreicht werden und die Internetpräsenz der Stadt Freising sowie deren elektronischen Dienstleistungen weiter ausgebaut werden. Für eine kooperative Politik für ein gutes Leben der Landkreisbewohner steht Birgit Mooser-Niefanger beim Wahlkampf für den Kreistag und das Amt des Landrats. Deshalb müsse man den Menschen und seine Möglichkeiten und Bedürfnisse im Auge behalten. „Das Leben im Landkreis ist anstrengend und zu teuer geworden“, betont sie. Deshalb müsse der Landkreis was den Wohnungsbau angeht als Lokomotive fungieren. Dass es im Landkreis immer noch zahlreiche Jugendlich mit Potential gäbe, die trotz eines extremen Facharbeitermangels keinen Arbeitsplatz finden, hält sie für ein Unding. „Ich will diese Zahl um mindestens 50 Prozent senken“, so ihr Ziel. Und auch beim Thema Mobilität will sie Anreize schaffen, um Autofahrer dazu zu bringen, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

Quelle: freising-online

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