11. Uferlos-Festival

Ein „Liebesflug“ und Musikgeschichte

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Langjähriger Wunsch-Act: Konstantin Wecker. 

Zwei Schwergewichte kommen aufs Festival Im elften Jahr des Bestehens ist es endlich gelungen: Konstantin Wecker kommt heuer aufs Freisinger „Uferlos“-Festival und bildet neben „Amon Düül II“ und „Kraan“ (Foto) das musikalische Schwergewicht der zehn wilden Tage in der Luitpoldanlage. In diesen beiden Acts zeigt sich auch die enorme Bandbreite des Angebots. 

„Zehn Jahre haben wir versucht, Konstantin Wecker für das Uferlos Festival zu gewinnen, im elften Jahr haben wir es geschafft. Wir freuen uns, den bekannten Liedermacher in der Luitpoldhalle begrüßen zu dürfen.“ Seit eben jenen elf Jahren steht Vipo Maat maßgebend mit an der Spitze des Organisationsteams des mittlerweile bestens etablierten Festivals in der Freisinger Luitpoldhalle. Dass ihm mit dem Engagement von Konstantin Wecker ein Herzenswunsch erfüllt ist, klingt aus seinen Worten. Zusammen mit der Freisinger Stadtjugendpflege ist es gelungen, das Liedermacher-Schwergewicht zu verpflichten, und mit der fulminanten Kombination der geschichtsträchtigen Formationen „Amon Düül II“ und „Kraan“ am zweiten Wochenende des „Uferlos“ folgt ein zweiter Knaller gegen Ende des Festivals: Was wäre die Geschichte der deutschen Rockmusik ohne „Kraan“?

Zweifelsohne nicht nur unvollständig, sondern vor allem um ein besonders buntes, höchst kreatives Kapitel ärmer. Kraan verschrieben sich von Beginn ihrer Karriere an einer spannenden Fusion aus Rock, Jazz und Ethno-Einflüssen und fügten ihrem Sound später US-Mainstream- und Soul-Elemente hinzu. Seit Anfang 2008 wurde der längst in der Luft liegende Wunsch verwirklicht, auch live wieder freier und den Fähigkeiten der Urmitglieder entsprechender aufzuspielen. Seither besteht „Kraan“ aus den drei Gründungsmitgliedern Peter Wolbrandt, Hellmut Hattler und Jan Fride Wolbrandt. Die sagenhafte Kommune 1 und deren publikumswirksame Frontfrau Uschi Obermayer führt zu „Amon Düül“, einem musikalischen Meilenstein der frühen deutschen Musikszene. 1968 kam es bei den Essener Songtagen zur Spaltung. Ein Teil der Mitglieder wollte weiter improvisieren und sich in keine Songstruktur zwängen lassen, der andere setzte dagegen eher auf Musikalität. 

Die zweite Gruppe um Chris Karrer (Gitarre, Saxophon, Gesang), Peter Leopold (Schlagzeug), Lothar Meid (Bass), John Weinzierl (Gitarre) und Renate Knaup (Gesang) ergänzte den Bandnamen um eine römisches Zwei. Ihren ersten Auftritt in Essen beschrieb die FAZ vernichtend als „ein halbstündiges musikalisches Nichts“, doch ihr Debütalbum „Phallus Dei“ (1969) machte „Amon Düül II“ schlagartig berühmt. Der 21 Minuten lange Titelsong katapultiert sie national in eine Liga mit Pink Floyd. Die Kombination „Kraan“ und „Amon Düül II“ ist am Samstag, 1. Juni, auf dem „Uferlos“ live zu erleben. Schon am Eröffnungstag, Freitag, 24. Mai, bringt Konstantin Wecker Fany Kammerlander und Jo Barnikel mit nach Freising. verbindet die Liebe zum Lied. „Poesie und Musik können vielleicht die Welt nicht verändern, aber sie können denen Mut machen, die sie verändern wollen“, so Konstantin Wecker, der sich seit über 40 Jahren für eine Welt ohne Waffen und Grenzen einsetzt. Nun setzt der Münchner Liedermacher mit zwei kongenialen Mitstreitern an seiner Seite zu einem musikalisch-poetischen Liebesflug der ganz besonderen Art an. Wer in die Lieder des neuen Trio-Programmes eintaucht, wird schnell erkennen, dass es durchaus eine Welt ohne Grenzen geben kann.

Quelle: freising-online

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