15 Feuerwehren im Einsatz

Großbrand in Wang

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Drei Hallen wurden in der Nacht zum Sonntag ein Raub der Flammen. Der Schaden geht in die Millionen. 

15 Feuerwehren aus drei Landkreisen über Stunden im Einsatz, vier verletzte Feuerwehrleute, einer davon schwer, ein Millionenschaden, der bei Redaktionsschluss noch nicht näher zu bestimmen war, das ist die erste Bilanz eines verheerenden Großbrandes in der ehemaligen Ziegelei Kohn bei Wang, bei dem drei Hallen komplett ausgebrannt sind. Auch gibt es noch keine Aussagen zur Brandursache. Die Kripo ermittelt, hat noch in der Brandnacht erste Zeugen vernommen. Der Großbrand forderte von den Einsatzkräften das letzte ab: Hohe Außentemperaturen, dazu eine Hitzestrahlung vom Brand selbst, und immer wieder die Gefahr durch den Funkenflug, dass weitere Brände entstehen könnten. Die Trockenheit hat die Waldbrandgefahr massiv verschärft. Die Polizei setzte einen Hubschrauber zur Beobachtung ein, rief über Lautsprecher die Bevölkerung auf, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Neben den Feuerwehren war das Rote Kreuz mit rund 60 Helfern vor Ort, auch mit dem, was laut Aufschrift auf der Einsatzkleidung „Betreuungsdienst“ war: Die schuftenden Feuerwehrleute mussten ja was zu Essen bekommen. Tatsächlich haben es die Freiwilligen von Bereitschaft und Wasserwacht geschafft, am Sonntagmorgen gegen vier Uhr hunderte von belegten Semmeln herbei zu bringen. Es gab natürlich wieder die unvermeidlichen Gaffer, die die Polizei zusätzlich beschäftigten, es gab aber auch andere: So wurde in Mauern mitten in der Nacht in der Bevölkerung gesammelt, und dann fuhr eine Frau los mit einer großen Tragetasche voll Mineralwasser für die Feuerwehrleute, die mit ihrem Einsatz den Schaden tatsächlich begrenzen konnten: Das Wohnhaus blieb unbeschädigt, eine weitere Halle und der Verkaufsraum der Firma Kohn. Um das zu leisten waren allein drei Drehleitern erforderlich: Aus Moosburg, Wartenberg und Altdorf. 

Ein weiteres Problem war die Wasserversorgung: Diese war über das Netz nicht mehr zu schaffen. Sogar aus der Amper musste darum Wasser über lange Schlauchleitungen zur Brandstelle transportiert werden, vier Tragkraftspritzen wurden am Mauerner Bach installiert. Allein das hat enorm viel Personal gebunden, weshalb die hohe Zahl von Einsatzkräften auch zustande kam. In den Hallen waren verschiedene Werkstätten untergebracht, aber auch Wohnwagen und anderes. Lastwagen eines Unternehmens konnten noch rechtzeitig aus dem Objekt gerettet werden, eine größere Zahl von unwiederbringlichen Oldtimern, darunter das frühere Löschgruppenfahrzeug „LF8“ der Feuerwehr Wang, aber wurden ein Opfer der Flammen, so dass selbst wenn es mal eine Schadenssumme geben sollte diese nur von begrenztem Aussagewert ist. Gasflaschen in diesen Werkstätten, dazu Stoffe, die nicht bekannt waren, stellten zusätzliche Gefahrenpunkte dar. Die Feuerwehrleute aber leisteten Übermenschliches in dieser heißen Nacht, vor allem die Atemschutzgeräteträger, die vorn dran waren. Für die Koordination all dieser Dinge wurde der Einsatzleitwagen des Landkreises zur Einsatzstelle kommandiert. Nicht bestätigt wurden bereits über Medien verbreitete Gerüchte, wonach Katastrophenalarm ausgelöst worden ist. Derlei war noch in der Nacht in der Online-Ausgabe einer Zeitung zu lesen.

Quelle: freising-online

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