Tierische Freiwillige

Wasserwacht Moosburg: Besondere Fähigkeiten im Team "Balu"

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Vier motivierte Vierbeiner, vier Hundeführer: Die Wasserrettung mit Unterstützung von Hunden bekommt in Moosburg mächtig Zulauf.

Die Wasserwacht Moosburg setzt nicht nur auf modernste Technik, sondern auch auf tierische Freiwillige. Wie berichtet ist mit dem „Team Balu“ der erste Wasserrettungshund am Start mit Hundeführer Robert Gabriel.

Bei der Wasserwacht Moosburg sind alle froh, dass der Übungsbetrieb wieder aufgenommen werden darf. Die Ausbildung dauert zwei Jahre, und ein Übungstag beginnt mit Austoben im Wasser. „Wir müssen“, sagt der zum Beauftragten avancierte Robert Gabriel, „erst mal die unbändige Vorfreude aufs Wasser raus nehmen.“ Und dass die Hunde schrecklich gern ins Wasser gehen sieht man sofort.

Bei den hochsommerlichen Temperaturen, die an diesem Übungstag geherrscht haben, die Hundeführer aber auch, zumal sie alle im Neopren-Anzug antreten. Das hat zwei Gründe: Erstens müssen die Hunde sich an diesen Aufzug gewöhnen, denn die Wasserretter tragen alle diese Anzüge, und zweitens schützt der Anzug vor Kratzern, denn die Helfer kommen doch recht nahe an ihre im Wasser erstaunlich schnell paddelnden Vierbeiner.

"Das ist die hohe Schule"

„Team Dino“ (im Foto) muss noch üben: Roxana Schug mit ihrem jungen Labrador sind in die Ausbildung gestartet, die zwei Jahre dauern wird.

Wie gut die Hunde schwimmen können, zeigt sich schnell: Sie ziehen ihre Herrchen zu dem Spielzeug, das es gilt, aus dem Wasser zu holen. Um das Unfallopfer herum, damit das aufgenommen werden kann, und ab zurück zum Strand, und zwar tunlichst an die selbe Stelle, wo Herr und Hund ins Wasser gegangen sind, um Hilfe zu bringen. Das hat Sinn, denn genau dahin wird der Rettungsdienst beordert.

Das gilt natürlich nicht, wenn Herr und Hund von einem Hubschrauber aus ins Wasser gelassen werden. „Das ist die hohe Schule“, so Gabriel. Zunächst aber wird der Einsatz vom Boot aus geübt. Boot fahren ist für jeden Hund gewöhnungsbedürftig, und so sind die tierischen Wasserretter froh, dass es die Familie Roth-Forster gibt, die mit Spenden wesentlich dazu beigetragen hat, dass ein solches Boot überhaupt hat beschafft werden können. Zunächst gilt es, die Hunde an das Einsteigen ins Boot zu gewöhnen.

Das in Italien entwickelte Geschirr, das die Vierbeiner tragen, ist mit Griffen bestückt, mit denen ein Hund schnell ins Boot gehoben werden kann, auch etwa vom Wasser aus. Sogar das Abseilen von einer Brücke oder eben von einem Hubschrauber aus würde damit funktionieren. Das Sozialverhalten der Hunde ist vorbildlich, der Charakter ausgeglichen.

Für Gabriel ist das eine zentrale Bedingung für diesen verantwortungsvollen Einsatz. An Land gilt Leinenpflicht. Ösen an der Wachstation gestatten das Einhängen der Leine, und bei diesen Temperaturen kommt natürlich schnell ein großer Napf mit Wasser her. „Immer schön loben!“

So empfiehlt es Gabriel seinen neuen Mitstreitern, sichtlich froh darüber, nicht mehr allein mit Balu üben zu müssen. Aber dass Hunde gern gelobt werden, wenn sie etwas gut oder wenigstens halb gut gemacht haben, wissen die Hundeführer selbst. Dosen mit Leckerli stehen bereit.

Weitere Verstärkung kündigt sich an: So war aus Moosburg eine Interessentin mit ihrem Hund gekommen und wurde von Gabriel sofort mit Informationsblättern versorgt.

Quelle: freising-online

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