Wasserwacht Moosburg

Vierbeiner als mutige Lebensretter

Wasserrettung mit Hunden: Am Aquapark fand eine eindrucksvolle Vorführung dieser letztlich in Italien entwickelten Form der Wasserrettung statt.

Die Wasserwacht in Moosburg übernimmt eine Vorreiterrolle im Landkreis: Erstmals werden hier Hunde für die Wasserrettung ausgebildet. Die Pioniere in Deutschland sitzen in Augsburg und haben bereits vier dieser treuen Vierbeiner im Einsatz. Was diese können ist jetzt in Moosburg am Aquapark gezeigt worden.

Mit von der Partie war eben auch Robert Gabriel, Wasserretter bei der Wasserwacht Moosburg, mit seinem 15 Monate alten Mischlingshund, der unter dem Namen „Balu“ bereits bei der Jugend der Wasserwacht ungemein beliebt ist und zusammen mit seinem Herrchen in anderthalb Jahren die Prüfung machen wird. Dann wird er, wie die Hunde aus Augsburg, in der Lage sein, gleich zwei Menschen aus dem Wasser zu ziehen, zusammen natürlich mit dem Hundeführer. Auftriebskörper und verschiedene Rettungsmittel helfen dabei. Diese werden vom Wasserretter zu der verunfallten Person gebracht. Wie das alles funktioniert konnten viele Schaulustige am Aquapark beobachten. Es gab viel Beifall für die Freiwilligen. Robert Gabriel machte deutlich, dass jeder Hund ab einem Gewicht von 30 Kilo zu einem solchen Wasserrettungshund ausgebildet werden kann. 

Interessant: auch ein Rottweiler sei schon im dieser Rolle festgestellt worden. Diese Aussage war nicht zuletzt deshalb von Interesse, weil Rottweiler im Ruf stehen, so genannte Kampfhunde zu sein. Damit wird einmal mehr deutlich: Der Mensch ist es, der einen Hund zu einem Kampfhund macht. Technisch läuft eine solche Wasserrettung so ab, dass dieser Hund im Grunde der Motor ist, mit dem der Wasserretter sich selbst und sein Gerät erstaunlich schnell zur Unfallstelle bringen kann. Dieser „Motor“ wird dann erst einmal neben dem Unfallopfer gewissermaßen geparkt. Dann macht sich der Wasserretter, nachdem er das Unfallopfer in den Schleppgriff genommen hat, wieder mit seinem treuen Vierbeiner auf den Rückweg ans rettende Ufer. Dort werden dann die Maßnahmen der Ersten Hilfe begonnen, je nach Art und Schwere der Verletzungen.

Die Prüfung muss alle 18 Monate wiederholt werden. Robert Gabriel nannte als Begründung dafür, dass sichergestellt sein müsse, dass Herr und Hund unbedingt für diese Aufgabe fit bleiben müssen. Robert Gabriel ist selbst ausgebildeter Wasserretter und sagte zu seiner Motivation, jetzt auch mit dem Hund zu arbeiten, dass er mit dem Hund gerne etwas zusammen machen möchte. Über Kameraden der Wasserwacht sei er dann an die Pioniere aus Augsburg gekommen. Was am Aquapark jetzt stattfand war ein großartiges Stück Öffentlichkeitsarbeit für die Wasserwacht im Bayerischen Roten Kreuz. Kreisvorsitzender Anton Neumaier zeigte sich beeindruckt, genau wie die erste Bürgermeisterin Anita Meinelt. Die Moderation mit den Erklärungen für die vielen Schaulustigen, die hier ausdrücklich erwünscht waren, übernahm Tobias Huber, der auch noch hochaktiv ist in der Jugendausbildung. Robert Gabriel hofft nach dieser eindrucksvollen Vorführung, dass er mit seinem Vierbeiner nicht der einzige bleiben wird in der Wasserwacht Moosburg.

Quelle: freising-online

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