Frauenbund Inkofen

Die Wasserwacht ist einfach wichtig

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Die Wasserwacht Moosburg kann dank einer großzügigen Spende des Katholischen Frauenbundes Inkofen jetzt das Sonargerät beschaffen, so dass es zur Badesaison verfügbar sein kann. Entsprechend groß war die Freude bei Spendern und Empfängern bei der Übergabe. 

Drei schwere Badeunfälle am Haager Badeweiher mit tragischem Ausgang haben die Aktiven im Katholischen Frauenbund Inkofen nicht ruhen lassen. Sie haben aus dem Erlös verschiedener Veranstaltungen volle 500 Euro der Wasserwacht Moosburg gespendet, weil diese ein hochleistungsfähiges Sonargerät, das die Vermisstensuche massiv beschleunigt, nur über Spenden finanzieren kann. Bei der Übergabe dieser Summe dieser Tage konnte Wasserwacht-Vorsitzender Stefan Aigner mitteilen, dass jetzt das Gerät beschafft werden könne.

Er deutete an, dass weitere Spendenzusagen vorlägen. „Wir werden den Rest jetzt aus eigenen Mitteln vorfinanzieren“, kündigte er an. Die Wasserwacht war mit Einsatzfahrzeug und größerem Aufgebot zur Spendenübergabe gekommen, sogar die Jugend war vertreten. Weil auch der Frauenbund mit einer starken Abordnung da war konnte Aigner vor den richtigen Menschen genauer werden, was die Vorteile des Gerätes angeht. 

Es deckt eine Breite von 60 Metern unter Wasser ab und zeichnet ein genaues Bild vom Grund des Gewässers, auch wenn das Wasser trüb ist. Folge: Taucher können schnell und sehr gezielt eingesetzt werden. Wenn ein Mensch nämlich mal unter Wasser ist zählt jede Sekunde. Die Spende aus Inkofen gestattet es nun der Wasserwacht, am Ende schon zur Badesaison die noch zu bildende „Sonar-Gruppe“ bei der integrierten Leitstelle einsatzklar zu melden. 

Bis das nämlich passieren kann hat die Wasserwacht noch eine Menge vor sich: Erst muss das Gerät, das einen mittleren vierstelligen Betrag kostet, da sein. Dann muss es auf den Booten adaptiert werden können, was Vorrichtungen an den Booten voraussetzt. Und dann muss natürlich geübt werden. Da geht es der Wasserwacht nicht anders als jeder Feuerwehr: Eine neue Drehleiter beispielsweise wird auch erst einsatzklar gemeldet, wenn sicher gestellt ist, dass sie rund um die Uhr von geschulten Freiwilligen effektiv eingesetzt werden kann. 

Geübt werden soll übrigens, wie Aigner mitteilte, am Haager Weiher. Dem FORUM liegen Berichte von Aktiven der Wasserwacht vor, denen diese Unfälle derart an die Nieren gegangen sind, dass sie für privates Badevergnügen den Weiher eine ganze Weile gemieden haben. Daran, dass derlei vielleicht jetzt nicht mehr passiert, wird jetzt gearbeitet. Aigner: „Ich glaube, dass dieses Gerät die Zukunft ist.“ Wer die Wasserwacht bei diesem ambitionierten Vorhaben finanziell unterstützen will ist auch weiterhin eingeladen, das zu tun.

Quelle: freising-online

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